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Wer schult die Medienkompetenz von Erwachsenen?

Falk Ebert  6. Februar 2017  3 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Über die Medienkompetenz unserer Kinder wird viel diskutiert. Vermutlich zu recht, wenn man sich so was anschaut.

Doch was ist eigentlich mit den Erwachsenen?

Beim Hören der Hoaxilla-Folge 202 zum Thema Fake News kam mir ein Gedanke: Was wäre, wenn fehlende Medienkompetenz bei Erwachsenen der Hauptgrund für den Aufschwung der Populisten in der westlichen Welt ist?

Meine Schulzeit: Eine Deutsch-Stunde lang haben wir über Quellen geredet und die Bild-Zeitung mit der Stuttgarter Zeitung vergleichen. Die anderen (ca. 1000) Deutschstunden waren wir uns mit Schiller beschäftigt. Über Quellen im Internet haben wir nie geredet. Denn „Internet“ war böse und tote Bäume waren gut.

Vor zwanzig Jahren mag das irgendwie noch ausreichend gewesen sein. Denn da war die Bild-Zeitung vielleicht wirklich noch die schlimmste Quelle, die man als Normalbürger in die Hände bekommen hatte. Doch heute gibt es Facebook, Breitbart und den Kopp-Verlag.

Und plötzlich muss ich mit ansehen, wie Erwachsene, die ich bislang für relativ klug gehalten habe, Blödsinns-Artikel von Fakenews-Seiten teilen. Und wie unsere Nachbarn mit vollkommen erster Mine sagen, dass sie dankbar für die Bücher des Kopp-Verlags sind, denn „die schreiben ja endlich mal die Wahrheit“.

Leider heißt Erwachsenenbildung in Deutschland, ab und zu mal eine Diashow in der Volkshochschule anzuschauen. Von den Computerkursen dort mag ich gar nicht erst anfangen. Deshalb sehe ich so schnell auch keinen Ausweg aus dem Dilemma.

Habt ihr eine Idee, wie wir die Medienkompetenz bei Erwachsenen steigern können? Gute Initiativen? Schreibt einen Kommentar hier im Blog oder auf Facebook!

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.