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Die Verletzlichkeit im Digitalen

Falk Ebert  31. Oktober 2016  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Was wäre schlimmer: Wenn jemand in eure Wohnung einbricht oder wenn jemand in eure Cloud-Dienste einbricht?

Vermutlich ist für viele der Einbruch zuhause das schlimmere Szenario. Dabei übersieht man jedoch leicht, wie verletzlich wir inzwischen auch im Digitalen sind:

  • Die Fotos die ich vorzeigbar finde, habe ich ausgedruckt zuhause. Fotos, die keiner sehen soll, sind irgendwo in der Amazon-Cloud.
  • In unserer Wohnung sind vielleicht 100 Euro Bargeld. Der Rest meines Vermögens liegt irgendwo als Einsen und Nullen – online zugänglich.
  • Worüber ich mit Freunden in der echten Welt rede, bestimme ich. Aber Google kennt auch meine tiefsten Ängste, in Form von Suchanfragen.

Es wird Zeit, dass wir die Verletzlichkeit im Digitalen würdigen. Wir müssen privatwirtschaftliche Unternehmen und unseren Staat besser kontrollieren. Wir brauchen besser für das Internet geschulte Polizisten. Und wir müssen den Zugang zu privaten Daten besser schützen.

Dass zum Beispiel die Polizei bei vielen „Cyber-Delikten“ immer noch komplett hilflos dasteht, ist ein Problem. Alleine die Tatsache, dass die Polizei den Begriff „Cyber“ noch verwendet, ist schon ein Problem…

Ich bin kein Freund von Datensparsamkeit. Aber ausnahmslos jeder von uns hat inzwischen einen höchst intimen Daten-Fußabdruck. Und diese Erkenntnis müssen wir als Gesellschaft erst mal erlangen.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.