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Idee: Die Mail-Stunde

Falk Ebert  22. August 2016  2 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Heute einfach nur eine kleine Idee, die ich zur Diskussion stellen möchte:

Was wäre, wenn der Mailserver in großen Unternehmen Mails nur noch zur vollen Stunde übermitteln würde?

Hier sind drei Effekte, die mit etwas Vorbereitung, eintreten könnten:

E-Mails werden nicht mehr zum Chatten verwendet.

Jedes Mal, wenn jemand eine Mail für eine kurze, triviale oder private Anfrage verwendet, geht Zeit verloren. Für den weniger formalen Austausch zwischendurch sind spezielle Chat-Lösungen hundert mal besser geeignet. Favorit: Slack. Wenn man eine solche Lösung für alle ausrollt und den Mailserver ausbremst, kann man sich viel unnötigen Mail-Verkehr sparen.

Dateien werden anständig gespeichert.

Selbst wenn Firmen spezielle Server für die Dateiablage haben: Eine Mail mit Anhang oder Download-Link zu schicken geht oft schneller. Zwei Minuten vor dem Meeting (oder im Meeting) noch schnell eine Mail an die Runde schicken? Das ist ein Unding. Ein langsamer Mailserver kann das verhindern und sauberes Filesharing belohnen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Mitarbeiter vorher in den zeitgemäßen Einsatz von Cloud-Lösungen einführt.

Keine störenden „dringenden“ Mails mehr

Egal wie wichtig jemand im Unternehmen ist, es gibt immer jemanden, der ihn mit einer Mail aus der Fassung (und aus dem Meeting) bringen kann. Eine Lösung dafür ist, auf allen Firmenhandys und Desktop-Mail-Clients die Pushnachrichten zu deaktivieren. Aber auch ein Mailserver, der nur zur vollen Stunde die Post abholt, kann die Chance auf „Rauswerfer“-Momente minimieren.

Seit Jahren wird schon das Mail-freie Unternehmen diskutiert. Vielleicht muss man aber gar nicht so weit gehen. Vielleicht reicht ja schon ein etwas fauler Mailserver, um den Mitarbeitern den wichtigen Stups weg von dieser toxischen Art der Kommunikation zu geben.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.