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Die Ethik des Nicht-Teilens?

Falk Ebert  14. März 2016  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Über die Ethik des Teilens wird gesprochen: Sollte man wirklich zu jedem Thema im Netz seinen Senf abgeben? Stimmt das Timing? Ist die Quelle seriös? Kann ich mich mit den politischen Absichten des Absenders identifizieren? Habe ich wirklich genug Ahnung von dem Thema, um überhaupt meine Meinung zu äußern? Hört der andere mir überhaupt zu oder verschwende ich meine Zeit?

Ich denke, wir müssen uns aber auch Gedanken über die Ethik des Nicht-Teilens Gedanken machen.

  • Wenn ich im Urlaubsort merke, dass ein neu eröffnetes Restaurant eine einzige Touri-Falle ist, sollte ich dann nicht zumindest ein kurzes Review bei Trip-Advisor schreiben, damit die anderen aufpassen, nicht genauso über den Tisch gezogen zu werden?
  • Wenn ein eigentlich kritisch denkender Freund etwas bei Facebook teilt, was faktisch falsch und politisch mindestens gefährlich ist, sollte ich ihn nicht mit einem Link zu Snopes und Co. darauf hinweisen?
  • Wenn jemand über viele Jahre hinweg, viele Stunden am Tag an seiner Dissertation arbeitet, sollte er dann nicht noch ein paar Stunden zusätzlich investieren, um wichtige Wikipedia-Artikel auf seinem Fachgebiet zu erstellen oder zu verbessern, damit auch interessierte Laien an seinem angeeigneten Wissen teilhaben können?

Auch das Unterlassen von Sharing kann schädlich sein.

Und nie war es so einfach, seine Meinung zu sagen. Wir sollten unsere digitale Stimme erheben, wenn es Sinn ergibt.

 

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.