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Idee: Eine Balanced-Scorecard für deine Mediennutzung

Falk Ebert  29. Februar 2016  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Früher war es relativ einfach, am Ball des vermeintlichen Weltgeschehens zu bleiben:
Drei Fernsehsender, eine Hand voll relevanter Tageszeitungen und der Dorftratsch. Gottseidank ist das vorbei!

Es ist verdammt schön, seinen Informations-Konsum genau den eigenen Vorlieben, Nischen-Interessen und Gewohnheiten anzupassen. Doch ein kleines Luxuproblem bleibt dabei.

Wir sind plötzlich in der Situation, unsere Informationsquellen aktiv gestalten zu müssen. 

Ich habe dazu für mich ein kleines System entwickelt. Ich versuche meine Mediennutzung wie meine Ernährung zu gestalten – bewusst und ausgewogen. Und damit meine ich eben nicht, dass ich nur das gemeinhin als gesund und richtig angesehene Bio-Zeugs konsumiere, sondern auch mal bewusst Trash.

Hier sind sieben Ideen, wie man seinen Info-Konsum ausgewogener machen kann:

  1. Quellen, die eine Auswahl von Einzelnen bieten (z.B. Auswahl einer Redaktion) vs. eine Wahl von vielen (z.B. Reddit)
  2. Quellen, die der eigenen politischen Couleur entsprechen vs. Quellen, die man zwar für klug hält, deren Ansicht man aber nicht teilt
  3. institutionalisierte Quellen vs. unabhängige Quellen von Laien
  4. Medien für die breite Masse vs. Spezialisten- und Nischenmedien
  5. long reads vs. fun reads
  6. Input aus dem Inland vs. Input aus dem Ausland
  7. klassische Formate (Text, Bild, Video) vs. neuere Formen (Infografik, Dataviz, …)

Das bringt mich in die glückliche Situation, gar nicht beurteilen zu müssen, ob bestimmte Arten des Medienkonsums besser oder schlechter für mich sind. Und es bringt mich in die Situation, über längeren Zeitraum beurteilen zu können, für welche Zwecke sich bestimmte Arten des Medienkonsums besser eigenen.

Denn genau das muss jeder für sich herausfinden.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Seit 2022 auch als freiberuflicher Berater. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.