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Digitale Season’s Greetings

Falk Ebert  21. Dezember 2015  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

In den vergangenen Jahren habe ich im letzten Artikel vor Weihnachten gerne mal so etwas geschrieben wie „lasst doch einfach mal die Geräte aus und verbringt einfach nur Zeit mit eurer Familie“. Vielleicht war das dumm. Dieses Jahr fällt mein Vorschlag so aus:

Lasst die Geräte über die Weihnachtsfeiertage an.

Warum? Aus zwei Gründen.

Der erste Grund ist, dass es 2015 ist. Fast jeder, der das hier liest, müsste seit Jahren ein Smartphone haben. Das bedeutet, dass eigentlich jeder gelernt haben müsste, sehr bewusst zu regeln, wie viel das Gerät (auch wenn es an ist) in sein Leben eingreifen darf.
Und wenn nicht, nehmt euch doch einfach eine Stunde Zeit dafür und regelt das: Stellt zum Beispiel die Pushnachrichten aus, für alle Apps, die nicht zeitkritisch sind. Zeitkritisch sind zum Beispiel Kalender und Messenger (exklusive Gruppenchats). Nicht-zeitkritisch sind zum Beispiel Likes von sozialen Netzwerken. Oder habt ihr jemals gedacht „Ach verdammt, hätte ich nur vor zwei Stunden schon gewusst, dass mein Kollege das Bild meines Frühstücks geliket hat!“? Also: Instagram darf nicht mehr pushen. Das nur als erster Tipp und Einstieg, vielleicht schreibe ich mal einen ganzen Artikel dazu.

Der zweite Grund ist, dass es nicht nur notwendig ist, den „digitalen Graben“ zu überbrücken, sondern auch gar nicht so schwer! Das war zumindest meine Erfahrung in den letzten Jahren.
Meine Oma hat jetzt ein iPad und mag es nicht mehr missen. Das ist besonders schön, weil sie vorher nie mit einem PC warm geworden ist. Unser vorheriger (einziger) Versuch mit Windows 98 war kläglich gescheitert. Und jetzt schreiben wir uns E-Mails und freuen uns jedes Mal, wenn der andere geschrieben hat. Und was bei meiner Oma klappt, hat auch bei anderen Menschen in meinem Umfeld und dem Umfeld meiner Freunde und Kollegen geklappt. Habt ihr auch jemanden in eurer Familie, der noch nicht digital unterwegs ist? Lasst es drauf ankommen! Ein Mail-Client, ein Flipboard und ein Google Maps zu bedienen schafft jeder. Ein iPad 2 ist nicht mehr so teuer. Und iPad-Trainings-Stunden sind auch keine schlechte Art Eltern-Kind- oder Großeltern-Kind-Zeit zu verbringen.

Viel Spaß über die Feiertage und eine schöne Zeit!

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.