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Mein Neustart beim Thema ToDo-App

Falk Ebert  14. Dezember 2015  3 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Bevor es Smartphones gab, gab es Organizer. Mein erster hatte den Namen Palm 3, hatte 2 MB Speicher und den Bildschirm eines Tamagotchis.

Seit meinem Palm 3 verwende ich ToDo Listen. Von der nativen Aufgaben-App des Palm OS, über TeuxDeux, bis zuletzt todoist hat mich aber immer eine Sache dabei gestört:

Ich habe mir zu viel vorgenommen, bin dann bis spät nachts an meinen ToDos gehangen und plötzlich haben Sachen, die mir Spaß gemacht haben, nur noch genervt. Deshalb habe ich jetzt ein Backup meiner todoist-Tasks und Aufgaben gezogen und einen Schlussstrich unter das Kapitel „Klassische ToDos“.

Mein neuer Heilsbringer heißt Habitica und sieht so aus:

Screenshot Habitica

Genauer gesagt, es sieht fürchterlich aus. Doch die Idee hinter Habitica ist klug:

Es vereint Habits, Dailies, To-Dos und packt alles in einen Gamification-Ansatz. Also zusätzlich zu „X muss zu Zeitpunkt Y getan werden“ gibt es noch…

  • Habits: Bestimmte Gewohnheiten möchte in meinem Leben haben. Bei mir wäre das z.B. immer wenn ich zur Arbeit fahre eine Runde Chinesisch-Vokabeln lernen, immer auf der Rückfahrt ein Kapitel Sachbuch lesen.
  • Dailies: Regelmäßige Angewohnheiten. Bei mir z.B. an Arbeitstagen vor 24:00 Uhr mit Daddeln und Produktivitäts-Kram aufhören um runter zu kommen und einmal pro Woche 60 Minuten Sport machen.

Wenn man sich an die selbst gesetzten Regeln hält, bekommt man Erfahrung und Gold, mit dem man selbst gesetzte Belohnungen (bei mir z.B. eine Flasche Cola) kaufen kann oder seinen Charakter im Spiel besser ausrüstet. Das ist jedoch nur die Oberfläche. Darunter gibt es noch tausende Dinge über Ausrüstung und Pets, bis hin zu Quests und Bossfights.

Auch wenn das System – typisch Open Source – schwer zugänglich und optisch unausgereift ist, macht es mir bislang irre Spaß. Aus dem „heute muss ich noch x machen“ wurden teilweise wirklich Gewohnheiten, die sich besser in meinen Alltag einfügen. Und man kann sich auch mal ganz bewusst schleifen lassen – solange der Charakter noch genug Leben hat. Timo hat kürzlich auch einen Beitrag dazu geschrieben. Im nächsten Jahr wird es von mir auch noch eine Einstiegs-Hilfe in Artikel-Form geben.

Falls ihr auch am Konzept des klassischen Listen-Schreibens eure Zweifel habt, gebt Habitica mal eine Chance.

Und gebt mir gerne Bescheid – meine Gruppe, Die Mächtigen Monster Meuchler, sucht laufend neue Rekruten!

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.