Navigation

Marketing im Zeitalter der sozialen Netzwerke

Falk Ebert  26. Oktober 2015  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Gefahrgut

Wie macht man eigentlich Marketing im Zeitalter von [an dieser Stelle die drei Netzwerke mit den derzeitig meisten Nutzern einfügen, gefolgt von einem „etc.“]?

Für viele Unternehmen lautet die Standard-Antwort: Wir verdonnern unsere PR-Abteilung dazu, unsere Pressemitteilungen auch noch zu twittern. Und unsere Praktikanten müssen über ihr Praktikum (video-)bloggen. Das ist nicht verkehrt, aber auch in den meisten Fällen nicht besonders effektiv.

Noch weniger effektiv ist es, wenn Unternehmen auf die glorreiche Idee kommen, selbst solche sozialen Netzwerke zu entwickeln. Dieses teure Unterfangen geht in 99/100 Fällen schief – warum sollte ausgerechnet ein großes, langweiliges Unternehmen schaffen, was tausende von Startups nicht geschafft haben?

Der dritte Weg wird gerne übersehen, weil er der schwerste ist: Menschen dazu zu bringen, freiwillig über das Unternehmen zu kommunizieren.

Das geht zum Beispiel, in dem man ausnahmsweise mal überraschend nett zu seinen Kunden ist. Das Stichwort hier ist Thank You Economy.

Bedingt durch die Bedeutung von Instagram geht das aber auch darüber, dass man Menschen im richtigen Moment eine gute Gelegenheit für ein Foto gibt. So geschehen zum Beispiel in Amsterdam. Dort hat man im Rahmen des Stadtmarketing-Rebrandings (Die „I amsterdam“-Kampagne) zwei Meter hohe Typografie-Installationen vor wichtige Punkte der Stadt gestellt.

I amsterdam Installation

Während zahlreiche andere Maßnahmen der Kampagne längst in ihrer Wirkung verpufft sind, erfreut sich der Schriftzug vor dem Rijksmuseum immer noch größter Beliebtheit. Täglich werden mehrere tausend Fotos dort gemacht. Und so wird nicht nur der Name der Stadt und das Logo, sondern auch die Botschaft hinter dem Rebranding in das Social Web getragen. Tag für Tag.

Und ja, es gibt auch einen Twitter-Account mit 135k followern. Aber das kann ja jeder.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.