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Warum Sprachen-Lernen mit dem Internet einfacher ist

Falk Ebert  12. Oktober 2015  Keine Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Es gibt wenig Dinge im Leben, die keine Kehrseite haben. Doch in Sachen „Sprachen Lernen“ gibt es für mich kein Zweifel – hier hat das Internet wirklich nur Verbesserungen gebracht!

Am besten lernt man nicht mit peinlichen Geschichten aus Lernbüchern, sondern mit Original-Material. Während man früher dafür eine ausländische Zeitung abonnieren musste oder in die Stadt zum einzigen Originalton-Kino gefahren ist, geht das heute einfacher. Einfach einen Blog der Zielsprache in den Reader werfen. Einfach das Videospiel auf eine andere Sprache umstellen. Und unter Jugendlichen ist es fast schon selbstverständlich, das Binge Watching von Serien im Originalton zu machen.

Und auch der Konsum von OT-Material selbst ist einfacher geworden. Ich weiß gar nicht, wie Menschen mit Papier-Wörterbüchern früher zurecht gekommen sind – bei Amazon Kindle reicht ein kurzer Tap auf ein Wort und ich bekomme sowohl eine lexikalische Definition, als auch eine Bing-Übersetzung. Und für Serien liegt notfalls das Smartphone mit Google Translate bereit. Besonders für Chinesisch ist das unschätzbar wertvoll.

Dennoch darf natürlich der Austausch mit Natives nicht fehlen. Wenn die Kohle für ein Kurzurlaub gerade nicht reicht, gibt es hier tolle Dienste, um Lernpartner aus der ganzen Welt kennenzulernen. Und wenn man sich über einen Dienst wie Hello Talk kennengelernt hat, kann man sich ganz normal über Messenger oder Skype weiter unterhalten.

Ich bin mir nicht sicher, ob man zum effektiven Lernen Karteikärtchen zum Pauken von Vokabeln braucht. Ich bin mir aber sicher, dass digitale Lernsysteme hier deutlich überlegen sind. Apps wie Anki strotzen nur so vor sinnvollen, zusätzlichen Features. Und Memrise und Co. wissen ganz genau, welche Worte man schon kann und welche man dringend mal wieder hören sollte.

Und auch die Ausrede Nummer 1 gilt nicht mehr: Keine Zeit? Pah. Dank der Smartphones haben wir unsere Karteikärtchen, unsere Listening-Übungen und unsere Bücher immer in der Hosentasche. Einfach eine kleine Regel aufstellen reicht: „Jedes Mal, wenn ich in ein öffentliches Verkehrsmittel steige, lerne ich 20 Vokabeln“ oder „auf dem Nachhauseweg höre ich immer einen Podcast“.

Die Frage im Internet-Zeitalter ist nicht mehr: „Kann ich es schaffen, eine weitere Sprache zu lernen?“ Die eigentlich spannende Frage ist: „Muss ich das überhaupt? Oder haben wir in fünf Jahren einen fast perfekten universellen Übersetzer wie in Star Trek?“.

Ich glaube, die Antwort ist ja. Auf beide Fragen. Aber das ist wiederum eine Geschichte für einen anderen Blogartikel…

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.