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Die Spielfelder der Auswirkungen des Internets auf uns – Was habe ich vergessen?

Falk Ebert  25. Mai 2015  1 Kommentar  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Wie manche von euch wissen, schreibe ich gerade an einem Buch. An einem Buch, das sich mit den Veränderungen auseinandersetzt, die die Computerisierung und Vernetzung unserer Welt mit sich bringt. Oder noch genauer: Mit den Denkmustern, die notwendig sind, um sich ideal darauf einzustellen.

Kurz gesagt: Eine Umdenk-Anleitung für das digitale Zeitalter.

Als ob es beim Schreiben nicht schon kompliziert genug wäre, über das WIE nachzudenken, gehört zu diesem Prozess natürlich auch das WAS. Das sind die Themenfelder, die ich im Brainstorming-Prozess identifiziert habe:

  1. Geschwindigkeit:
    Veränderung als Standard, zunehmende Akzeleration der Veränderung, Effizienz der eigenen Handlungen, Verständnis für potenzielles Wachstum, Strategien, die dafür notwendig sind, …
  2. Adaption:
    Etwas erreicht haben reicht nicht, Lernen ist einzige Sicherheit, Aufforderung zum lebenslangen Lernen, Googlen statt Wissen, nicht perspektifisch unnötige Skills aneignen, …
  3. Produktentwicklung:
    Daten und nicht-physische Werte, Permanent Alpha statt unperfekter Release für komplexe Produkte, Open Beta statt Stealth Mode als valide Option, …
  4. DIY:
    Es wird zunehmend einfacher Dinge selbst zu machen, Trial and Error statt alles auf eine Karte setzen, kein overthinking sondern agiles ausprobieren, fail cheap fail often, …
  5. Collaboration:
    Crowd nutzen wo es sinnvoll ist, wann und wie es nicht sinnvoll ist die Crowd zu nutzen, neue Gatekeeper z.B. im Mediensystem, Motivation statt Geld wird wichtiger um Leute zu motivieren, …
  6. Information:
    long tail wird zugänglich und nützlich, Partikularinteressen und Weltwissen, nerd ist das neue Mainstream, Divergenz in der Gesellschaft managen, wie man mit Filterbubbles umgeht, …
  7. User Experience:
    das Erlebnis wird wichtiger an Stelle der blanken Technik, Produkte werden nicht mehr über blanke Specs verkauft, Shift auf emotionale needs und lifestyle, notwendige Intelligenz um user needs zu verstehen, the user is always right, …
  8. Wertschöpfung:
    Thesen zum Thema „Free“, Notwendige Veränderungen beim Copyright bzw. Urheberrecht, alternative Monetarisierungsstrategien, …
  9. Service:
    Zunehmende Ansprüche an Echtzeit-Service, Bürokratie-Vermeidung durch automatisierte Services statt Menschen zum Reden, Unnötigkeit von Flachbildschirmrückseitenberatung, Mehrwert in Konversationen durch Bots, …
  10. Vernetzung:
    Stärke und spieltheoretischer Vorteil von offenen Plattformen, Perspektive für internet of things, Bedeutung der Omnipräsenz des Internets, …
  11. Input:
    Informations-Gestaltung als zentrale Determinante der Nutzung, Information Habits, Push vs Pull bei Informationskonsum, wie man eine Balanced Scorcard der eigenen Mediennutzung erstellt, wie man mit wahrgenommener Reizüberflutung umgeht, was Supernatural Stimuli sind und was man dagegen tun kann, richtiger Umgang mit Streams und Feeds …
  12. Selbstdarstellung:
    Veränderung von Selbst-Veräußerung über Generationen hinweg, tatsächliche negative Effekte vs. ästhethische Kritik, Folgen von Sharing und Caring, Notwendigkeit der Neudefinition von Privatsphäre, …
  13. Persönlichkeitsentwicklung:
    was ist Quantified Self, warum STEM Skills in der Gesellschaft der Zukunft essentiell sein werden, wie man mit digitalen Tools voran kommt, wie man Technik nicht nur um der Technik Willen einsetzt, …
  14. Kritik:
    wie man auf den Media Bias bei Entscheidungsfindung achtet, positive und negative folgen der Offenheit, Tools zur Bewertung von Technologiekritik, Sinnhaftigkeit des Haptik-Begriffs und andere Begriffe zum Beschreibung des Kern der Veränderungen, Technik-Konservativismus und Dialog zwischen Pessimisten und Begeisterten, …

Es soll ein optimistisches Buch werden. Und ein Buch, das Menschen ganz konkret helfen kann.

Was denkt ihr? Was könnte fehlen?

Bin gespannt.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.