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Wie man sein Geschäftsmodell vor der Digitalisierung rettet

Falk Ebert  26. Januar 2015  2 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Das Internet verändert alles. Haben wir hier im Blog, glaube ich, schon oft genug demonstriert. Dummerweise bedeutet „alles“ auch, dass Geschäftsmodelle gefährdet sind. Hier ein Versuch, die notwendigen Anpassungen auf einer Meta-Ebene zu beschreiben.

Was ich interessant finde: Diese drei Schritte gelten eventuell nicht nur für vom Internet bedrohte Firmen, sondern auch für vom Internet bedrohte Jobs. Ich bin gespannt auf eure Meinung!

1. Fokussiere dich auf den eigentlichen Bedarf.

Betrachte dein Tun auf einer Meta-Ebene.

Einfaches Beispiel Journalismus: Wer denkt, sein Job sei es, gute Texte auf Papier zu drucken und zu verkaufen, tut sich schwer. Wer denkt, sein Job sei es, Informationen seriös, relevant und konsumgerecht auszuliefern, hat es leichter.

Weiter gedachtes Beispiel Museum: Ein Museum, das sich als „Ort zum Kunst aufhängen und hinstellen“ versteht, hat es schwer. Ein Museum, das sich als Verbindung zwischen Kunstschaffenden und dem Rest der Menschheit sieht, hat es leichter.

Wenn man diese Perspektive eingenommen hat, kann man die nächste strategische Hürde viel besser nehmen:

2. Verwende digitale Tools bestmöglich.

Der Journalist muss seine Relevanz auch über das Internet (alt), das mobile Internet (aktuell) und Wearables (dieses Jahr geht’s los) ausliefern. Wenn er es nicht macht, macht es ein anderer. Das Museum muss Kunst auf neue Art zugänglich machen – und über Social Media Kontakte knüpfen. Denn beide konkurrieren nicht nur mit dem Rest der verschlafenen Branche. Sondern mit allen Arten der Informations-Beschaffung, respektive der intellektuellen Bespaßung.

Nur wer digitale Tools optimal nutzt, kann sehen, was sie nicht können:

3. Stärke das, was Algorithmen nicht können.

Als die Maschinisierung anfing, wurden Schritt für Schritt alte Fähigkeiten, Berufe und Skills in den entwickelten Ländern überflüssig. Genauso trifft die Digitalisierung die Dienstleistungsökonomie. Nur schneller, denn Code lässt sich noch einfacher vervielfältigen als Maschinen.

Wer das perfektioniert, was ein Algorithmus auch in den nächsten zwanzig Jahren noch nicht substituieren kann, legt den wichtigsten Grundstein um sein Geschäftsmodell unbeschadet in das vernetzte Zeitalter zu führen. Oder seinen Job.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.