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Wo es kostenloses WLAN gibt und wo nicht [Travel Edition]

Falk Ebert  18. August 2014  3 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Dank dem Internet und einem sehr netten Chef konnte ich sechs Monate von überall auf der Welt arbeiten – zumindest in der Theorie. Denn was es dafür natürlich braucht, ist eine stabile WLAN Verbindung. Werfen wir doch Mal einen Blick darauf, wie das so geklappt hat.

wifi am obststand

Obststand und improvisiertes Café in Bangkok? Kein Problem! Die Jungs wissen, was der Kunde von heute möchte.

wifi am strand

Am Strand von Koh Phangan? Aber sicherlich, diese Milchshakes werden sich nicht von selbst auf Instagram sharen!

wifi im cafe

Im Café auf der Insel? Klaro! Die Besitzer haben sich immer gefreut, wenn ich gekommen bin und meinen Laptop aufgeklappt habe. Natürlich haben sie von mir auch die erbetene TripAdvisor-Bewertung bekommen.

wifi im wald

Ich habe keine Ahnung, wie das WiFi es durch den Dschungel geschafft hat, aber an genau dieser Stelle haben wir das offene und kostenlose WLAN der örtlichen Polizeistation empfangen.

Bitcoin Café

Wenn man schon mit Bitcoin zahlen kann, braucht man dafür natürlich auch WiFi. Das ist übrigens in Vietnam. Einem Land, dass sich selbst noch sozialistisch nennt.

Fitness in Laos

Im Fitness-Center in einem Land, das ein Pro-Kopf-BIP von rund tausend Dollar hat gibt es kostenloses WLAN in allen Bereichen. I am looking at you, Fitness First!

Taxi mit WLAN

Der Aufkleber auf diesem Taxi verrät: Hunde nein, Rauchen nein, WLAN ja.

Borobudur

Bonuspunkte gibt es für das über tausend Jahre alte Borobudur. Denn neben WLAN hat es auch noch frei nutzbare Steckdosen. Historiker vermuten allerdings, dass diese in der Neuzeit hinzugefügt wurden.

Südkorea

Das Traum-Land der schnellen Internet-Verbindungen ist natürlich Südkorea. Und deshalb hat es mich am Flughafen nicht nur mit diesem leckerem Burger empfangen, sondern auch noch mit einem sechs Megabit schnellem WLAN ohne zeitliche Begrenzung oder Registrierung. Danke!

wifi im museum

Ich bin mir sicher, nicht nur ich lese im Museum gerne in der Wikipedia um etwas Hintergrundinfos zu bekommen. In Seoul weiß man das. Und deshalb gibt es da gleich noch Ladegeräte für die Smartphones.

wifi auf der chinesischen mauer

Das WiFi auf der chinesischen Mauer ist zwar langsam und zensiert, aber hey… wollen wir mal nicht so sein.

wifi in longsheng

Und überhaupt, wen interessiert die chinesische Zensur, wenn er a) einen VPN und b) eine Aussicht wie diese hat.

Ja richtig, das ist eine kleine Hütte in den Reisterrassen in Longsheng. Eine alte Dame hat dort mit Eis gekühltes Wasser verkauft. Die nächste Zugstation ist eine Stunde zu Fuß und drei Stunden mit dem Bus entfernt. Dort wurde mir schnelles, stabiles und kostenloses WLAN angeboten.

Und wo hat es nicht geklappt?

Am Flughafen Düsseldorf, beim Hinflug. Also keine Musik- und Bücher-Downloads kurz vor dem Abflug.

Haha. Mal wieder Digitales Schwellenland Deutschland, könnte man sagen. Aber hier hört die Geschichte noch nicht auf. Plot twist!

Kurz nachdem ich in Bangkok angekommen war, hat sich nämlich auch eine andere Passagierin über diesen Zustand aufgeregt. Und das war kein kleiner Blogger, sondern die patente EU Kommissarin Neelie Kroes.

Und siehe da, plötzlich meldet sich der Flughafen zu Wort, dass man das ja eigentlich schon laaaaange vorgehabt hätte und überhaupt…

Der Airport biete seinen Besuchern und Passagieren ab dem 2. April [2014] eine halbe Stunde kostenlosen WLAN-Zugang an.

Slow clap, Deutschland. Wir lernen: Wir brauchen mehr (EU-)Politiker die sich für die Konnektivität stark machen. Dann sind wir in 20 Jahren vielleicht da, wo Südkorea, Thailand und Indonesien heute schon sind – Beim WLAN am Obststand.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.