Navigation

Digitales Schwellenland Deutschland?

Christian Faller  6. August 2014  3 Kommentare   eine Minute zu lesen  Mobile, Technologie

Manchmal  vor allem wenn ich von Reisen zurückkehre  kommt mir Deutschland nicht wie ein Industrie- sondern wie ein Entwicklungsland vor. Hinsichtlich unserer Adaptionsrate von neuen Technologien im digitalen Bereich vor allem.

Warum kann ich in Russland in einem Bus sitzen und in meiner Sitzstütze raketenschnell im Internet surfen? Und ja, der Touchscreen funktioniert sogar richtig gut. Das beiliegende Entertainment System kann mit dem von Emirates konkurrieren. Und wenn ich lieber mein eigenes Gerät nutze: Steckdosen und WLAN gibt es auch. Und zwar ohne lästiges Anmelden über eine SMS Bestätigung, die erst am Ende der Fahrt ankommt und nur auf 1h limitiert ist.

Warum gibt es in Lettland in jedem Kaffee fünf offene WLANs, weil die vier WLANs der umliegenden Kaffees so gut funktionieren, dass ich sie auch in meinem noch empfange?

Warum kann man in Estland per Mausklick an einer Wahl teilnehmen und muss in Deutschland in einer Schlange in einer umfunktionierten Sporthalle zwei Straßen weiter ein dickes Bündel Papier in einer engen Kammer ausfüllen?

Wo genau hat das traditionell technologisch innovative Land Deutschland die Abzweigung genommen und ist ein Laggard geworden?

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.