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Die Klowände des Internets

Falk Ebert  23. Juni 2014  Keine Kommentare   eine Minute zu lesen  Internet und Social Web, Werbung mit und im Internet

Der Alphawerber Jean-Remy von Matt bezeichnete Blogs 2006 als die“Klowände des Internets“. Kurz darauf hat er sich dafür entschuldigt, inzwischen hat Jung von Matt selbst zahlreiche Werbekampagnen gefahren, die Blogs klug und nützlich einbinden.

Ein Stück weit hatte er jedoch Recht. Unbestritten: Die unkontrollierte und uneingeschränkte Publikationsmöglichkeit des Bloggens gleicht der Demokratie der Klowand – mit größtenteils gar nicht so unähnlichen Resultaten. Geschenkt.

Was jedoch macht den Unterschied aus? Diese fünf Dinge.

  1. Uneingeschränkte Zugänglichkeit (durch das Internet)
  2. Durchsuchbarkeit des Long Tails (durch Suchmaschinen)
  3. Nicht-lineare Vernetzung der Inhalte (durch Hypertext)
  4. Teilbarkeit der Inhalte (durch Nachhaltigkeit)
  5. Algorithmische Nutzbarkeit (durch Maschinenlesbarkeit)

Alle fünf Faktoren bedingen sich gegenseitig. Und machen Blogs zu dem mächtigen, spannenden und relevantem Medium, das sie heute sind. Gemeinsam sind die Faktoren die größten Vorteile der digitalen Welt und der Unterschied zwischen einer Website und einem Buch, einem Podcast und einer Radiosendung und eben einem Blog und einer Klowand.

Wenn man die Medien der neuen Welt nach den Maßstäben der alten Welt bewertet, ist man blind für ihre eigentlichen Stärken.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.