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Instagram und die twitternde Waschmaschine.

Falk Ebert  16. Juni 2014  3 Kommentare   eine Minute zu lesen  Internet und Social Web

Egal ob Chinesische Mauer, Borobudur oder Angkor Wat – überall habe ich es gesehen:

Reisende machen ein Bild mit der Spiegelreflexkamera und danach genau das selbe Bild noch mal mit ihrem Smartphone. 

Wozu das selbe Motiv mit einem nicht vorhandenen Objektiv, einer unterirdischen Auflösung und einem schlechteren Rauschverhalten noch mal machen? Ganz einfach: Weil das Smartphone vernetzt ist, die Spiegelreflex nicht.

Und deshalb kann selbst die 1000 Euro teure Canon 70D für Viele den zweiten Schuss nicht ersetzen. Denn #latergram über die Dropbox ist umständlicher, als das Bild direkt mit seinen Freunden zu teilen. Und Teilen ist uns wichtig.

Vor 20 Jahren hätte niemand geglaubt, dass Kameras eine Internet-Verbindung brauchen würden. Heute bin ich überrascht, dass es noch keine Android-DSLR gibt.

Genauso wird die „twitternde Waschmaschine“ heute gerne als scherzhafte Utopie belächelt. Und dennoch ist jeder Hersteller von haptischer Elektronik heute gut beraten, darüber nachzudenken, welche Rolle seine Produkte im „Internet der Dinge“ in zehn Jahren spielen werden.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.