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Meine persönliche Twitter Renaissance

Christian Faller  14. Mai 2014  3 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web, Mobile

Nach genau einem halben Jahr bewusster Abstinenz, denke ich heute wieder darüber nach, Twitter als Social Network aus dem Ruhestand zu holen.

Habe ich in sechs Monaten ohne den Microblogging Dienst viel verpasst?

Ich weiß es nicht, gefühlt aber eher nicht. Lustige Katzenvideos habe ich trotzdem gesehen. Wirklich wichtige News bekommt man sogar eher mit, je weniger mediales Grundrauschen man im Ohr hat. Und persönliche Online-Beziehungen… ja, die kamen teilweise etwas kürzer. Es gab da schon ein paar Leute zu denen ich vornehmlich über Twitter Kontakt hatte, was nun etwas abgerissen ist. Aber wären das wirklich wichtige Beziehungen gewesen, hätte ich sie auch ohne Probleme abseits von Twitter pflegen können.

Ich habe jedoch wirklich den Eindruck, dass ich etwas weniger am Puls der Zeit bin. Beta Invites für coole Dinge wie SnapChat gingen an mir vorüber – jetzt habe ich natürlich einen Account, aber einer der Frühen war ich diesmal sicher nicht. So wie damals bei Google Wave zum Beispiel (wir berichteten). Das Netz dreht sich rasend schnell. Und mit Umwegen werde ich als Geschäfstführer einer Werbeagentur quasi dafür bezahlt, zu wissen, was passiert. Die Qualität Twitters in dieser Hinsicht hat sich für mich während meiner Abwesenheit herauskristallisiert.

Was habe ich stattdessen gemacht?

Foursquare ScreenshotIn der Zwischenzeit habe ich einem anderen Social Network eine zweite Chance gegeben: Foursquare

Nicht, weil ich einen zwanghaften Drang habe, permanent am Handy zu hängen, sondern weil mir digitaler Fortschritt und Gadgets einfach Spaß machen.

Doch mit meinem möglichen Wiedereinstieg bei Twitter gebe ich diesmal Foursquare den Laufpass. Die App hat durch intelligente Gamification Ansätze einen Reiz in den ersten Wochen, wird jedoch schnell sehr öde. Versuche, eine klare Linie zu finden, wie etwa durch den Split in nunmehr zwei verschiedene Apps, finde ich nicht gelungen. Tech Crunch titelt zurecht:

Foursquare Splits Into Two Apps, But Will Either Be Strong Enough To Survive?

Das Social Network Element kommt für mich bei der App leider zu kurz und ist zu schlecht gelöst. Ich kehre dem Dienst also wieder den Rücken.

Umso schöner ist es aber, dass Twitter seit einigen Wochen auch mit neuem Design glänzt und mich deswegen nochmal extra motiviert. Ich würde mich also freuen, den ein oder anderen dort mal wieder zu lesen!

See you Twitter!

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.