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Wir haben einen wichtigen Punkt in der Geschichte erreicht.

Falk Ebert  30. September 2013  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Als die Menschheit in der Mitte des 20. Jahrhunderts erstmals die Kraft hinter E=mc² nutzbar gemacht hat, stand viel auf dem Spiel.

Im Jahr 2013 gibt es die zivilisierte Welt noch. Auch, wenn es verdammt knapp war. Jetzt ist es höchste Eisenbahn, dass wir uns der nächsten Herausforderung stellen:

Der aktiven Gestaltung einer zu 100% vernetzten Gesellschaft.

Das Internet hat die Kraft um Diktaturen zu stürzen, bietet aber auch Nährboden für faschistisches Gedankengut. Big Data kann uns helfen, zu besseren Menschen zu werden, es ist aber auch der feuchte Traum von Überwachungsfanatikern.

Und während  wir noch über Facebook-Parties diskutieren, müssten wir uns strategisch auf so viel mehr einstellen: Nämlich das, was passiert, wenn das Internet der Dinge wirklich da ist und die Brücken von der Biologie zur IT geschlagen werden. Alleine die ethischen Implikationen von 23andme  sind so vielfältig, dass ich drei Blogartikel damit füllen könnte.

Es gibt kein Zurück.

Man kann die Kernspaltung nicht „zurückerfinden“. Man kann die Hyperkonnektivität von Mensch und Maschine nicht mit politischen Floskeln vom Neuland klein reden.

Und wenn wir schon bei der Politik sind: Die #btw13 war in diesem Kontext doppelt bedenklich. Der schnelle Erfolg der AfD ist auch auf das Internet zurückzuführen. Das ist nämlich inzwischen in der Mitte (und am rechten Rand) der Gesellschaft angekommen. Und dann das klare „weiter so“ für unsere Kanzlerin. Klar, Lobo ist bekennender SPD-Supporter. Aber man kann ihm kaum widersprechen, wenn er der letzten Regierung ein digitalpolitisches Armutszeugnis ausstellt.

Das, was wir unserer Filter-Bubble „Netzpolitik“ nennen, hat bei der letzten Wahl schlichtweg keine Rolle gespielt.

Demokratie, Freiheit, Menschenrechte. Diese drei Dinge wird es in entwickelten Nationen nur geben können, wenn wir heute die richtigen Weichen in der Netzpolitik stellen. Doch dazu müssen wir zunächst mal die strategische Wichtigkeit der Thematik begreifen.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.