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Die digitale Professionalisierung des Vögelns

Falk Ebert  5. August 2013  1 Kommentar  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Screenshot von Tinder

Das Internet beherrscht den Alltag der digital natives.
Und zwar jeden Aspekt davon.

Ein Beispiel: Das Thema „Dating und mehr“ mit Betonung auf den letzten beiden Wörtern.

Treffen, Mailen, Vögeln?

Die Schwulenszene hatte es mit PlanetRomeo und Co. vorgemacht. Nicht erst mit StudiVZ wurde es zum Massenphänomen – Nachrichten mit (mehr oder weniger) eindeutig kommunizierten Interessen. Das Internet hat es so einfach wie noch nie gemacht, Kontakt aufzunehmen. Daran änderte auch das schmerzvollen Ableben von StudiVZ nichts.

Bei dessen Nachfolger ist die Professionalisierung inzwischen noch weiter fortgeschritten: Keine Universität in Deutschland ohne Spotted-Seite auf Facebook, auf der auch Interessierte ohne Courage bequem „nachfassen“ können.

Die Krone der Usability – die one-click-Lösung bang with friends  – hat sich allerdings ziemlich schnell als kurzfristiger Hype herausgestellt. Umso erstaunter war ich, wie sehr die Mobile-First-Lösung tinder in Deutschland schon genutzt wird.
Denn im Prinzip bietet sie das Selbe, nur mit einem Hauch mehr Understatement: Mit wenigen Taps Schnittmengen unter den Interessens-Bekundungen finden.

Screenshot von Tinder

Nur für Singles?

Die schöne neue Welt, eine Nullrunde für treue Vergebene? Mitnichten. Eine neue Generation Apps wie Love Spark lotet aktuell die Möglichkeiten der Gamification unseres Liebeslebens aus. Gegen Unfruchtbarkeit gibt es inzwischen irgendwas mit big data. Und was die 9% der Amerikaner mit ihrem Smartphone in der Kiste so machen, weiß auch nur die NSA.

Love Spark

Untergang des Abendlandes?

Wie die Digitalisierung sich am Ende tatsächlich auf das Sexualverhalten der digital natives auswirkt, ist eine spannende Frage für die nächsten zehn Jahre. Denn schon Luhmann wusste: Spannend ist nicht, was wir mit unseren Medien machen. Spannend ist, was sie mit uns machen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.