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Technik divergiert

Falk Ebert  15. Juli 2013  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Vor ein paar Jahren, als ich noch an der Hochschule der Medien war, habe ich ein paar Informatik-Studenten bei einem Projekt unterstützen wollen. Ihr Ziel: Ein soziales Netzwerk für die Studenten bauen.

Ähm, gibt es schon?

„Na klar“, so die einhellige Meinung unter den Projektteilnehmern, „aber heute sind die Studis ja auf Facebook, bei der Lernplattform moodle, im Alumni-Forum, in der Dropbox und so weiter. Es wird Zeit, dass jemand mal eine Plattform baut, die alles und alle vereint!“ Dazu später mehr.

Tatsächlich wurde damals ein großes Problem erkannt, dass weit über die HdM hinaus geht: Es gibt zu viele Anwendungen für ähnliche oder gleiche Usecases im digitalen Alltag. Doghouse Diaries hat das kürzlich treffend illustriert:

Infografik zur Divergenz von Technik

Die Lösung für dieses Problem ist nicht einfach. Eine zentrale Rolle dabei spielen Vernetzung und Offenheit. Egal ob Hard- oder Software – wer heute ein erfolgreiches Produkt launchen will, muss es für andere Produkte und Services zugänglich machen. Mit Desktop, Tablet, Smartphone, DSLR, Wearables und dem ganzen anderen Kram haben wir heute mehr elektrische Geräte als jemals zuvor in unserem Besitz. Sie sind aber auch so gut miteinander verbunden, wie sie es noch nie waren!

Selbst die sehr restriktiven Apple-Geräte (kauf doch bitte deine Programme, Musik, Musikdienste, Bücher, Cloudlösungen bei uns) sind da nur bedingt eine Ausnahme. Googlemail und -Kalender, Dropbox, Twitter und Co. lassen sich nicht aus reiner Kulanz so gut in die iOS-Geräte integrieren.

Nur eine Strategie funktioniert nicht: Der Versuch, mehrere konkurrierende Systeme durch ein neues, vereinheitlichendes System zu ersetzen. Und so hat auch die eingangs erwähnte Plattform die Fragmentierung der Hochschul-internen Kommunikation – ihr ahnt es – nicht gerade verringert.

Denn Technik divergiert. Immer weiter.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.