Navigation

Die Zukunft des Bloggens

Christian Faller  9. Mai 2013  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Technologie

Blogs haben sich zu einem der bedeutendsten Teile des Internets entwickelt. Sie bilden Meinungen, informieren, vernetzen Nischen oder dienen zum Austausch unter Freunden.

Die meistgenutze Software ist dabei WordPress, aber auch Blogger von Google oder Microblog-Alternativen wie tumblr sind sehr erfolgreich.

Was sich aber immer mehr abzeichnet, ist ein Trend in Richtung Simplizität. tumblr wird deswegen immer beliebter, da es bewusst weniger Features bietet und wahnsinnig schnell aufgesetzt und bedient werden kann.

Derzeit enwickelt sich aber vor allem WordPress zunehmend weg von einer Blogging Plattform und hin zu einem umfangreichen CMS als Backend für „richtige“ Websites. Während diese Entwicklung brilliant ist und sich für WordPress sicherlich bezahlt macht (mit meiner Agentur setzen wir bei ca. 90% der Websites für unsere Kunden auf WordPress), ist es für Blogger inzwischen nicht mehr die Plattform, die es einmal war. Es wird zunehmend mehr Hintergrundwissen verlangt. Vor allem wenn man eine schöne Seite haben möchte und etwas vom Standard abweichen will.

Eine neue Nische tut sich also auf, in die niemand geringeres als John O’Nolan stoßen möchte. Und wenn sich jemand mit der Technologie des Bloggens bestens auskennt, dann O’Nolan. So war er drei Jahre lang Deputy Head des WordPress UIs, wo er das Interface, das wir alle so lieben, entwickelt hat und hat Blogs für Firmen wie Microsoft, Nokia, MTV und Template Seiten wie WooThemes gebaut. Credibility? Check!

Mit einem grandiosen Team möchte O’Nolan nun eine neue Open-Source Blogging Plattform einführen, die er „Ghost“ nennt. Das Ding steht bei Kickstarter in den Löchern und wir gebacked wie die Hölle. Schaut euch dieses Video an (Embed war leider nicht möglich):

Ghost Video

Ich sehe in diesem Ansatz durchaus das Potenzial, einen großen Teil der Leidenschafts-Blogger anzusprechen, die eben so wie Ghost an sich, keinen kommerziellen Hintergrund haben und nur aus Spaß schreiben.

Die eindeutige Abgrenzung zu WordPress gefällt mir gut und ist denke ich die Stärke von Ghost. Mit der zunehmenden Verbreitung von Tablets, die auch zum Tippen wirklich tauglich sind und dabei noch Bilder und Videos machen können, wird das Bloggen von Unterwegs sicher noch zunehmen.

Wir schielen weiterhin mit einem Auge auf Ghost und halten euch auf dem Laufenden.

Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.