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Warum ich einen Vertrag bei einer absoluten Hass-Marke abgeschlossen habe

Falk Ebert  18. März 2013  15 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Werbung mit und im Internet

Ich mag vieles an Congstar nicht. Das Corporate Design finde ich billig. Ihre Spots sehen aus, als müsste ein Praktikant über alle Video-Frames mit Paint drüberkritzeln. Und die bisherigen Kampagnen fand ich alle bestenfalls mittelschlecht.

Ganz ehrlich? Andy der Surferboy? Das ist ja noch nicht mal auf einer Metaebene witzig, wenn man bewusste Provokation unterstellt!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=AODxe_20dJA]

Und wie langweilig kann man bitte 40 Sekunden TVC inszenieren?

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=lqGrxu_J8J0]

So. Und jetzt habe ich meinen neuen Mobil-Vertrag (wurde nötig durch neues Smartphone) bei Congstar unterschrieben. Warum?

Weil ich kein Marken-Mensch bin? Ich wünschte, ich könnte das von mir behaupten. Für meine Lieblingsmarken würde ich alles geben. Aber Congstar hatte laut kurzer Online-Recherche schlichtweg das beste Angebot für meine Bedürfnisse.

In manchen Produktkategorien reicht es eben, wenn die Werbung eine Marke als „Marke“ legitimiert. Jegliche markenstrategischen Überlegungen waren bei Congstar und mir zumindest völlig verschwendete Liebesmüh‘, falls es sie jemals gegeben haben sollte.

Und würde ich Congstar jetzt weiterempfehlen? Nein, denn der Service, den ich im Zuge von Problemen mit der Rufnummerportierung erleben musste, war unterirdisch. Schlimmer, als alles, was ich von Mobilfunkanbietern und ISP jemals ertragen habe.

Aber warum kein Telko-Anbieter in Zeiten der thank you economy einfach mal auf Service setzt und das Geld dafür bei hässlichen Kampagnenflights einspart, das ist wiederum ein ganz anderes Thema…

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.