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Die guten Apps gibt es immer nur für iOS

Christian Faller  14. März 2013  9 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Marketing, Technologie

Warum gibt es die besten Apps eigentlich immer nur für iOS? Jahrelang müssen Android User auf Top-Apps häufig warten und die wirklich interessanten Nischenapps gibt es quasi nie.

Ich bin mit meinem Android an sich ja super zufrieden, aber hin und wieder kommt es einfach hoch. Gestern habe ich zum Beispiel die geniale Wecker App „Freaky Alarm“ für das iPhone entdeckt, die ich mir ohne zu zögern gekauft hätte:

FreakyAlarm Screenshots

Bildquelle: Mashable

Um den Wecker auszubekommen muss man hier Rätsel lösen oder bestimmte Punkte in der Wohnung mit dem Handy scannen. Das heißt man wird quasi GARANTIERT wach und pennt nicht stundenlang weiter. Pflichtkauf für Morgenmuffel!

Dabei könnte laut aktuellen Marktanteilsstudien Android im Tabletbereich in diesem Jahr sogar iOS überholen und auch bei Smartphones ist der Anteil substantiell:

IDC

Bildquelle: http://www.ubergizmo.com

So viel ich über das Thema fluche, kann ich es aber irgendwo auch verstehen. Ein kompromissloser Fokus auf eine einzige Plattform hat viele der besten Apps hervorgebracht. Man denke nur an Instagram. Vor allem kleine Startups haben häufig nicht nur die Monetarisierung im Kopf sondern wollen nachhaltige Qualität liefern und eine feste Nutzerschaft kultivieren. Mit limitieren Resourcen führt da oft kein Weg an der Entscheidung für eine einziges Betriebssystem vorbei.

Dagegen gibt es App Entwickler die mit vorgefertigten Plug&Play Systemen ganze Apps von Android nach iOS kompatibel machen, sich dabei aber in der Funktionalität und bei den Features deutlich einschränken.

Am Ende muss der User entscheiden ob ihm diese Einschnitte in der App-Qualität die verkürzte Wartezeit wert sind oder ob man auf die echten Kracher wartet. Mich persönlich würde es am meisten freuen wenn der Single-Platform Fokus auch weiterhin bestünde, aber der Trend von iOS als Erstplatform etwas zu Android umschwenkt, wo wir inzwischen eine nahezu genauso große Userbase haben, die zwar etwas weniger kauffreudig ist, aber dafür hohe Wachstumsraten verzeichnet.


Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.