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Warum Gefahrgut profitabel ist

Christian Faller  28. November 2012  4 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Interna

Immer wieder fragen uns Leute, was wir eigentlich mit diesem Blog verdienen.

  • Die kurze Antwort: Gar nichts.
  • Die etwas kompliziertere Antwort: Möglichkeiten für die Zukunft.

Wenn Leute an Blogs denken, meinen sie meistens, dass sich damit irgendwie Geld verdienen lässt – „sonst würde es ja keiner machen, oder?“. Immerhin gibt es das Gefahrgut Blog seit stolzen drei Jahren. Falk und ich investieren beide wöchentlich irgendwo zwischen eine und vier Stunden in das Blog. Das ist insgesamt schon unter Umständen ein Manntag pro Woche, also nicht ganz billig. Um das zu rechtfertigen müsste also etwas mehr rumkommen als ein paar Euro von einem Werbenetzwerk.

Bislang haben wir uns aber dazu entschlossen, auf diesen kleinen Betrag zu verzichten und das Blog dafür werbefrei zu lassen. Warum? Weil unser Traffic sich über die Jahre hinweg recht konstant entwickelt hat und bis vor einigen Monaten ohnehin so gering war, dass nichts zusammengekommen wäre. Mit zunehmender Besucherzahl wird diese Option für uns aber immer interessanter. Tatsächlich arbeiten wir ja wie angekündigt im Hintergrund an einem Redesign (es geht etwas schleppend voran), auf dem wir eventuell Werbung ausgewählter Seiten, die wir persönlich gut finden, einbinden möchten. Aber das ist ein anderes Thema.

Warum es sich trotzdem lohnt

Warum sich unser Blog eigentlich lohnt ist etwas komplizierter zu erklären. Um es mal zu versuchen: Wir öffnen uns langfristig Türen für die Zukunft. Die ganze Zeit, die wir da investieren, hat drei nenneswerte Früchte, die wir ernten:

  1. Bekanntheit in einer überschaubaren Branche, die für uns auch in Zukunft wichtig bleiben wird
  2. Konstante Fortbildung und Weiterentwicklung von uns selbst, durch das immer neue Recherchieren verschiedener Themen
  3. Kontakte zu Personen, mit denen wir uns austauschen können

Diese Dinge sind kurzfristig gesehen nichts wert, denn davon kann ich mir kein neues Handy kaufen wenn mein altes den Geist aufgibt. Aber langfristig gesehen zahlen sich diese soften „Kapitalanlagen“ immer aus. Obendrein sogar nicht nur für uns sondern auch für andere Personen wie Arbeitgeber, Kunden, Freunde und Kontakte für die wir ebenso wertvoll sind wie umgekehrt.

Die Idee also, ein Blog anzufangen, mit dem Hintergedanken es zu monetarisieren, finde ich immer kritisch. Ja, man kann es machen. Ja, es kann sich auszahlen. Und ja, es wurde schon oft gemacht. Aber es ist zum Einen sicherlich weniger spaßig, weil die Leidenschaft fehlt und zum Anderen ist der Erfolg ein großes Fragezeichen. Ebenso finde ich es kritisch ein Startup zu gründen mit dem übergeordneten Ziel in zwei Jahren an einen Konzern zu verkaufen. Da fehlen Leib und Seele.

Deswegen: Wir sind weiterhin zufrieden mit den paar Euros, die hin und wieder über Affiliatelinks reinkommen und der simplen Tatsache, dass mehrere hundert Leute unsere Gedanken lesen und dazu kommentieren. Es hört uns ja sonst niemand zu…! ;-)

Ob wir 2013 ein wenig Werbeplatz verbuchen wird sich zeigen, aber der Lesefluss steht definitiv an Nummer Eins, also keine Sorge.

Danke, dass ihr uns lest!


Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.