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Fünf Dinge, die an Spotify nerven

Falk Ebert  12. November 2012  19 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Herr der Ringe in Spotify – nicht verfügbar

Ja, Spotify ist ein Shooting-Star. Und ja, sie machen verdammt viel richtig. Aber fünf Dinge nerven mich einfach nur und halten mich (noch) davon ab, Premium oder Unlimited zu abonnieren.

1. Lizenz-Probleme, vor allem in Deutschland

Schöne neue Spotify-Welt, in der jedes Musikstück sofort und ohne Diskussion aufrufbar ist? Pustekuchen.

Man kennt das von YouTube…

Dieser Titel ist momentan nicht in Deutschland verfügbar. Wenn sich die Datei auf deinem Computer befindet, kannst du sie importieren.

Und das ausgerechnet beim Original-Soundtrack von Herr der Ringe 1! Hier. Und dazu kommen natürlich noch die Bands, die sich komplett sperren wie die Ärzte (wayne), Fettes Brot (schade) oder Metallica (ärgerlich).

Skyfall auf Spotify – nicht verfügbar

2. Schlechte Suche

Das search-as-you-type ist gut, der Rest ist Murks. Die normale Trefferseite ist chaotisch, eine erweiterte Suche gibt es nicht. Im Google-Zeitalter vergisst man leicht, wie schwierig es ist, ein gutes User-Experience für Suchende zu bieten.

Beethoven Spotify Suchergebnis – wtf is this shit

3. Die iPad-App ist langweilig

Nicht unbrauchbar, aber langweilig. Weit davon entfernt, inspirierend, schön oder auch nur flüssig zu bedienen zu sein.

Spotify auf dem iPad – boringDas können Andere so viel besser.

4. Keine Remixe und Bootlegs

Nein, ich bin kein Hipster, der nur „pretty obscure bands you never heard about“ hört. Aber selbst mir fällt auf, dass viele Remixe und Bootlegs auf der Plattform fehlen. Außerdem fehlen viele Künstler, die auf Basis von Creative Commons produzieren, auch solche ohne NC-Lizenz. Schade!

5. Spotify ist keine Community

So wie Facebook keine Themen-Community ist oder ersetzen kann, ist Spotify keine Musik-Community. Man hört Musik im Dunstkreis seiner Facebook-Freunde. Das ist auch gut, denn viele meiner Freunde haben einen unheimlich guten Musikgeschmack und inspirieren mich dadurch.

Aber neue Musik entdecken kann man auf Spotify kaum. Gute DJ-Sets finde ich auf Soundcloud, neue Acts über Last.FM und Genre-Neuland erkunde ich immer noch am liebsten über das wunderbare 8tracks. Auf Spotify hört man hauptsächlich die Musik, die man schon kennt. Oder ist das bei euch anders?

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.