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Geiler Scheiß auf Kickstarter

Falk Ebert  16. April 2012  4 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Das Logo von Kickstarter

Keine Ausreden mehr. Wer eine Idee für ein geniales Produkt hat, kann es jetzt auch finanzieren – dafür sorgt Kickstarter.

Auf Kickstarter unterstützen Menschen wie du und ich große Projekte mit kleinen Geldbeträgen. Dafür gibt es dann das Produkt, wenn es fertig ist. Oder nur eine Dankes-Postkarte. Oder ein Abendessen mit dem Gründer. Je nach Umfang der Unterstützung.

Warum Kickstarter genial ist

Das Geniale daran: Ein Erfinder muss seine Produkte nicht bei Banken oder Business Angels pitchen, sondern kann direkt den Markttest machen – das Geld fließt nur, wenn genug Geld für die Umsetzung zusammenkommt.

Das andere Geniale daran: Der geistige Schöpfer behält 100% seiner Idee. Dadurch entsteht kein Zwang, sein Produkt später für die Investoren kaputtzumonetarisieren (falls es das Wort gibt).

Geiler Scheiß auf Kickstarter

Genug gelabert, eigentlich wollte ich ja ein paar Projekte zeigen.

Pebble

Pebble war der Auslöser für diesen Artikel. Eine Uhr, die mit meinem Smartphone redet. Selbst mit der Kreativität eines Goldfisches kommen einem hier hundert Ideen, warum das genial ist: Neue Themes runterladen, Facebook-Notifications, GPS des Telefons nutzen, … 2,7 Millionen Dollar sprechen für sich.

Twine

Twine

Weniger schön, genauso nerdy: Während das Internet der Dinge auf sich warten lässt, ist Twine ein Ding des Internets. Der mit wenigen Klicks programmierbare Sensor-Baustein schlägt die Brücke vom Internet zur anfassbaren Welt. Nur 35000 Dollar hätten die Erfinder gebraucht, eine halbe Millionen haben sie bekommen.

Philosophy Posters

Philosophy Posters

Es muss nicht immer Technik sein. Der Designer Max Temkin bringt Punchlines von Schopenhauer und Co auf edle Kunstdrucke. Leider auf Englisch… Wenn schon Wittgenstein und De Beauvoir, dann hätte ich die Philosophy Posters lieber im Original gehabt.

Zombies, Run!

Zombies Run

Zombies, Run! hat eine einfache Mission: Deinen Hintern auf die Straße zu kriegen. Dazu verwandelt die App das Joggen in ein interaktives Hörspiel im Zombie-Setting. Ich habe neulich für ein Staffel-Marathon mit Kollegen eingeschrieben, um mich zum Training zu motivieren. Hätte ich da doch schon von Zombies, Run! gewusst.

Instaprint

Instaprint

Facebook hat eine Milliarde für Instagram bezahlt, dem Team von Instaprint reicht schon eine halbe Millionen. Damit bauen sie einen Instagram-Drucker, der an der Wand hängt und gut aussieht.

Exocomics Book Project

Exocomics Book Project

Das Projekt hat mich besonders gefreut. Extra Ordinary Comics, einer meiner favorisierten Web-Comics, bringt im Exocomics Book Project zwei gedruckte Bücher der gesammelten Werke. Die Nachfrage ist groß. Kostenloskultur im Internet – Fehlanzeige.

remee

remee Masken

Und zum Schluss noch was Durchgeknalltes. Mit remee soll der Zugang zu Luzidem Träumen – derzeit wild diskutiert – vereinfacht werden. Ob die blinkenden Lichter als Anker funktionieren, weiß ich nicht. Die Hoffnung daran ist aber offensichtlich 170.000 Dollar wert.

Schande über mich, ich habe euer Lieblingsprojekt vergessen?

Packt es in die comments!

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.