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Was wurde eigentlich aus… Vol.2

Falk Ebert  12. März 2012  Keine Kommentare  5 Minuten zu lesen  Interna

Das Gefahrgut-Archiv

Ist letzte Woche nix passiert? Doch, genug. Und trotzdem wollen wir heute zum zweiten Mal einen Blick auf ein paar Themen aus vergangenen Blog-Postings werfen und euch ein Update geben.

Also: Was wurde eigentlich aus…

…dem Coden lernen bei Codecademy?

Muss ein Werber Programmieren lernen? Weiß ich immer noch nicht sicher. Aber eines ist sicher: Codecademy macht eine Menge Spaß! Auch nach 230 absolvierten Prüfungen noch. Zwar gibt es nach wie vor nur JavaScript-Kurse, die sind dafür aber wirklich gut.

…Minecraft?

Minecraft hat frischen Wind in die Spielebranche gebracht. Doch ist es noch frisch? Ich sage: Ja! Auch nach der 1.0-Version wird es in großen Schritten weiterentwickelt – inzwischen gibt es sogar so etwas wie einen „Endboss“. Und man kann verhungern, wenn man nicht isst. Und es gibt Dörfer, die von Mob-Schwärmen angefallen werden und Eisengolems als Verteidigung haben.

Mein aktuelles Bauprojekt sieht übrigens so aus:

Minecraft Haus

…Netzclub?

Netzclub war mal ein guter Tipp für Mobile-Internet-Einsteiger. Jetzt haben sie die Tarife gewechselt. Sieht für mich so aus, als wäre das Werbefinanzierungs-Konzept nicht aufgegangen, weswegen man jetzt wenig attraktive Discount-Tarife anbietet. Die normalen O2-Tarife wirken auf mich jedenfalls brauchbarer als das, was die Tochterfirma hier anbietet. Schade.

…Google+?

Crosspostings zeigen: Auf Google Plus kommen oft deutlich längere und tiefere Dialoge zustande, als auf Facebook oder Twitter. Allerdings von wenigen Leuten, denn bei der breiten Masse hat Google Plus leider überhaupt nicht gezündet. Das ist vielleicht gar nicht so schlimm für Google, als es auf den ersten Blick aussieht. Google hat durch die vielen (toten) Accounts zumindest wertvolle demografische Daten gewinnen können und wird Plus jetzt nach und nach in ihre erfolgreichen Produkte (Mail, Docs, Reader …) integrieren, bis die Nutzung wieder attraktiv wird.

Mein größtes Problem mit Plus bleibt leider bestehen und auch die Unternehmensseiten wurden wenig kreativ implementiert.

Der Gefahrgut Blog bei Google Plus

…meinem iPad?

Kann ich das iPad noch empfehlen? Unbedingt! Und Flipboard ist immer noch die geilste App. Ich stehe auch noch dazu, dass es ganz clever sein kann, sich nur die WiFi-Variante zu holen. Die 16 Gigabyte sind mir jedoch ein wenig knapp. Wer neben ein paar Musikalben und Büchern auch Produkte aus dem Zeitungskiosk oder Videos gespeichert lassen möchte, sollte doch zu einem größeren Speicher greifen.

Was ich vom neuen iPad halte? Zunächst mal Respekt an Apple – alleine die Namenswahl ist genial. Wenn das Ding nichts Neues bietet außer HD, dann nennt man es nicht HD, sondern „neu“ – und lässt das „alte“ iPad ganz schnell alt aussehen. Die Auflösung ist natürlich deluxe. Idealer Betrachtungsabstand ungefähr 13 Zoll. Noch schärfer würde kaum Sinn ergeben.

…der Bachelor-Arbeit bei Google Docs?

Habe beim öffentlichen Schreiben mit Google Docs durchaus wertvolles Feedback bekommen. Und Google Docs hat zwei entscheidende Vorteile: 1. Ich kann überall und an jedem PC an dem Dokument weiterschreiben. 2. Man kann das selbe Dokument ganz einfach doppelt, in zwei Fenstern, öffnen. Das ist besonders dann wertvoll, wenn man Bezug auf frühere Textpassagen nimmt.

Doch auch eine Warnung muss ich aussprechen: Gerade auf langsameren PCs, schlechten Internet-Verbindungen oder suboptimalen Browsern kann die Performance bei höheren Seitenzahlen in die Knie gehen. Und beim Thema Formatierung ist ein Word oder ein InDesign immer noch deutlich überlegen. Anführungszeichen werden beispielsweise nicht deutsch gesetzt.

…Money Boy?

Was auch immer sein Geheimnis war, er hat sein Ding gemacht. Und davor sollte man irgendwie Respekt haben. Bei Twitter ist er inzwischen bei 8000 Fans, bei Facebook sind es 60.000.

Falls ihr mal neuen Stoff für ironisch-kritische Reflektion des deutschen Hip Hop aus dem Netz braucht, ist DCVNDS eine gute Adresse.

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…Tumblr?

Ja, ist super. Und nein, hat immer noch keinen Ansatz für eine vernünftige Monetarisierung. Und es wird sich im Kampf gegen Pinterest warm anziehen müssen. Denn so wie Tumblr von 80% der User genutzt wird, ist das neue Wunder-Startup fast die bessere Alternative.

…den ToDo-Apps?

An Anwendungen für Abhak-Listen mangelt es nicht. Man muss sich nur für eine entscheiden. Nachdem Wunderkit (hier ein Gastartikel) mich persönlich extrem enttäuscht hat und Clear zwar schick, aber nicht uneingeschränkt praktisch ist, bleibe ich persönlich beim schlichten, zweidimensionalen TeuxDeux. Wie gesagt: An Alternativen mangelt es nicht. Vermutlich muss jeder einfach die für sich am besten passende Lösung finden, auch wenn es womöglich nur ein Stift und ein Post-It ist.

TeuxDeux

…dem Pogo von Polaroid?

Hier drüber geärgert, trotzdem viel Spaß daran gehabt. Die drei Kritikpunkte zusammengefasst: 1. Hässliches Netzteil 2. Kein Empfang von iOS möglich 3. schlechte Bildqualität. Wer damit klarkommt, bekommt mit dem Polaroid PoGo Mobile Photo Printer einen geilen Mini-Foto-Drucker, dessen tintenlose Ausdrucke gleich als Sticker verwendbar sind.

Habe inzwischen ein paar Magazine verdruckt und das Gerät läuft noch wie eine Eins.

…Quora?

Und zum Schluss noch mal eine uneingeschränkte Empfehlung. Meine Eltern sagen immer, als Kind habe ich mit unheimlich vielen „Warum“-Fragen genervt. Wer auch so ein Kind war oder geblieben ist, kommt an Quora nicht vorbei. Um die Power des Netzwerks zu demonstrieren, habe ich hier mal ein Board mit tollen Diskussionen angelegt: Great Questions – Great Answers.

Inzwischen kann man bei Quora Einzelpersonen direkt Fragen stellen. Damit das nicht in Spamming ausartet, wurde ein Punktesystem entworfen, das aber überhaupt nicht stört. Die inzwischen größer gewordene User-Base ändert nichts am wirklich hohen Niveau der Antworten, die man bekommen kann. Höflich, fokussiert und teilweise fast auf wissenschaftlichem Niveau. Das gibt es nirgendwo sonst im Internet.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.