Navigation

Facebook EdgeRank: Was viele nicht wussten

Christian Faller  7. März 2012  9 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web, Werbung mit und im Internet

Heute nur ein kurzer Post, allerdings über eine wirklich wichtige Sache: Den Facebook EdgeRank

Was ist der Facebook EdgeRank?
Der Facebook EdgeRank determiniert wievielen Fans einer Facebook Fanpage ein Statusupdate jeweils angezeigt wird.

Äääh was…?
Kleines Beispiel: Ihr seid Fan von Nike. Nike schreibt ein Update auf der Fan Page. JETZT kommt der EdgeRank ins Spiel.

Jedes Status Update einer Fanpage wird nur ca. 16% aller Fans angezeigt. Ja genau, nichtmal jedem Fünften!

Warum macht Facebook sowas?
Weil ihr vermutlich Fan von über 20 Marken und Websites seid (hoffentlich auch von uns), die am Tag häufig zwischen 2 und 3 Updates schreiben. Damit wäre eure ganze Timeline zugespammt. Das soll mit dem EdgeRank vermieden werden.

Woraus setzt sich der Facebook EdgeRank zusammen?
Hier wird es spannend. Ähnlich wie beim legendären Google PageRank und bei der Coca Cola Geheimfomel gibt es nämlich keine 100-prozentigen offiziellen Angaben. Aber die Forschung hat schon viel Licht ins Dunkel gebracht. Sachen wie Verwandschaft, Häufigkeit der Interaktion usw. spielen dafür eine Rolle. Irgendein komplizierter Algorythmus mal wieder.

Und jetzt das Interessante, was für mich bislang neu war: Der EdgeRank verhält sich ähnlich wie meine Kreditwürdigkeit! Das bedeutet, wenn er einmal schlecht ist, kommt man da ganz schwer wieder raus. Wenn er hingegen gut ist, kann man auf der Welle reiten.

Praktische Anwendung
JEDES EINZELNE Update ist extrem wichtig, da es sich auf die Kreditwürdigkeit auswirkt, bzw. den EdgeRank. Angenommen ich schreibe ein extrem gutes Update und bekomme dafür 100 Likes und 83 Comments, dann schiesst mein Edgerank in die Höhe, da Interaktion sich auf ihn auswirkt. In der Folge wird mein nächstes Update also bei MEHR Leuten angezeigt, da mein EdgeRank höher ist. Das wiederum gibt mir die Chance NOCH MEHR Linkes zu sammeln wenn das Update wieder gut ist. Und der EdgeRank steigt weiter. Usw.

Anders herum ist das aber ebenfalls möglich. Angenommen mein Contentplan sieht 3 Updates am Tag vor, auch wenn das dritte davon nicht mehr wirklich toll ist. Frei nach dem Motto „Hauptsache es ist irgendwas geschrieben“ führt das dann dazu, dass kein Mensch unter das langweilige Update postet und mein EdgeRank aufgrund niedriger Interaktion natürlich sinkt. Das nächste Update wird dann weniger Leuten angezeigt. Dadurch sinkt der EdgeRank NOCH MEHR. Usw.

Das Learning
Weniger ist mehr. Und zwar wörtlich! Wenn ihr euch das nächste Mal überlegt ob ihr das Update wirklich posten sollt oder lieber doch nicht: MACHT ES NICHT!

So, und jetzt geht mal auf Facebook und schaut euch eine Fanpage eurer Wahl an und freut euch darüber, dass ihr vermutlich mehr wisst als die Community Manager von Unilever und Co.

(Das kann ich deswegen behaupten, weil ich bis vor kurzem selbst einer war und es NICHT wusste)

Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.