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Sollte ein Werber das Programmieren lernen und wenn ja – wo und wie?

Falk Ebert  30. Januar 2012  16 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Werbung mit und im Internet

Um allzu große Enttäuschungen zu vermeiden: Die Frage, ob jeder Werber unbedingt das Programmieren lernen sollte, werden wir heute nicht abschließend klären können.

Nachdem ich aber meine ersten Code-Erfahrungen auf dem TI83 (langweiliger Matheunterricht auf dem Gymnasium) endlich mit ein wenig JavaScript und Basic ergänzt habe, kann ich zumindest sagen, was es mir bislang gebracht hat:

  1. Eine Menge Spaß.  Ernsthaft. Ich hätte nicht gedacht, dass das Tippen von kryptischen Textbausteinen so spaßig sein kann. Auch wenn man wirklich viel reinstecken muss, um Ergebnisse zu sehen.
  2. Ein besseres Verständnis von Computern. In der Tat habe ich das Gefühl, jetzt eher zu verstehen, was einen Computer ausmacht und wie die grundlegendste Architektur dieser Maschinen aufgebaut ist.
  3. Gehirn-Jogging. Ich glaube, das Programmieren hat den ein wenig eingerosteten Mathematik-Problemlösungs-Bereich meines Gehirns wieder aktiviert. Kann nicht schaden.
Zugegeben: Diese drei Punkte haben nichts mit der Frage zu tun, ob es sich aus einer professionellen Perspektive lohnt. Kommt jetzt.

Und was bringt es?

Aber eines ist klar: Wer selbst ein paar Zeilen Code geschrieben hat wird a) sicherer im Umgang mit Begrifflichkeiten b) besser mit Programmierern reden können und c) Probleme und Herausforderungen bei kleineren IT-Projekten eher verstehen.

Klingt nicht schlecht, oder? Aus ähnlichen Motiven habe ich mir vor einer gewissen Zeit ein wenig HTML und CSS angeeignet und es bislang absolut nicht bereut. Wer seine Werber-Seele nicht der sogenannten „Klassik“ verschrieben hat, kann hier eigentlich nicht verlieren.

Und wo kann man am besten anfangen?

Inzwischen würde ich sagen: Mit Codecademy. Als ich mich zum Start für deren Newsletter, das CodeYear, eingeschrieben hatte, war die Lernplattform noch ziemlich mager und didaktisch wenig brauchbar. Inzwischen hat sie sich aber gemausert und mit jeder abgeschlossenen Übung macht mir das Lernen mehr Spaß. Bunte Badges hin oder her.

Codecademy Profil

Ja, die Plattform hat auch hier und da berechtigte Kritik einstecken müssen. Aber wie gesagt: Die Seite ist im Aufbau. Und durch die ständigen Verbesserungen kommt fast ein bisschen permanent-beta-Minecraft-Feeling auf. Alternativ zu Codecademy könnt ihr euch auch treehouse und SimpleBasic samt dem zugehörigen eBook anschauen.

Vielleicht steckt ja mehr Nerd in euch, als ihr bislang wusstet? Eure Erfahrungen und Meinungen gerne in die comments!

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.