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Klingt hart, ist aber so: iOS Apps dürfen auf keinen Fall hässlich sein!

Falk Ebert  23. Januar 2012  1 Kommentar  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web, Werbung mit und im Internet

Es gibt viele KO-Kriterien für iOS-Apps, aber eines wiegt besonders schwer: Hässlichkeit. Eine App, welche auf Apple-Geräten erfolgreich sein möchte, muss perfekt sein. In Design und Usability.

Ist das nicht bei jedem mobilen Betriebssystem so? Ja, aber bei keinem so krass wie bei iOS-Geräten.

Warum? Das hat verschiedene Gründe:

  1. Der Kontext ist ein ganz anderer, da Apple in Sachen Produkt- und Interfacedesign selbst das Benchmark setzt. Kein Betriebssystem ist so gut bedienbar und ansehlich wie das iOS. Da fällt Schrott schon am Icon im Menü unangenehm auf.
  2. Die Konkurrenz im Premium-Bereich ist größer. Da die iOS-User die kaufwilligsten sind, gibt es mehr anspruchsvolle Produktionen. Ergo gibt es mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Konkurrenten, der die selbe Funktionalität mit schönerem Design anbietet.
  3. Viele iPhone-User kaufen sich das Gerät, weil sie vor einem „echten Smartphone“ Angst haben. Dementsprechend intuitiv muss die Bedienung gestaltet sein.
  4. Ohne zu sehr verallgemeinern zu wollen: Design-Menschen entwickeln lieber für und auf Apple-Produkten, während Code-Menschen  eher zu Android greifen. Das führt zu einer Aufwärtsspirale der ästhetischen Qualität. Schönere Apps -> Mehr Design-getriebene Entwickler -> Schönere Apps.

Jede zukünftige Application wird sich an Flipboard und Co messen lassen müssen. Ja, die inneren Werte zählen auch. Aber eine Android-App kann sich bei identischer Funktionalität auf jeden Fall mehr Hässlichkeit erlauben. Das ist mein Punkt.

Ich würde lieber zwanzig zusätzliche Features streichen, als an den Interface-Designern zu sparen, wenn ich Marketingbudget in eine iOS-App stecke.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.