Navigation

Zeugen Jehovas super innovativ

Christian Faller  11. Januar 2012  2 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Obenstehendes Bild habe ich letzte Woche aus unserem Gemeindeblatt abfotografiert. Stellt Euch eine Doppelseite vor, die rein in Graustufen gedruckt ist, im Blocksatz, und ohne Bilder. NUR Text. Zweispaltig. Und dann auf einmal mittendrin dieser Pfeil auf einen QR-Code.

Garantiert hat jeder das Ding wahrgenommen. Ob ihn jetzt wirklich viele gescannt haben ist aber die Frage. Denn die Leser des Gemeindeblatts Deizisaus sind meiner Meinung nach nicht die Technik-affinste Zielgruppe. Aber gut. Wer ihn immerhin gelesen hat, wird dann aber wohl spätestens bei der verlinkten Website aussteigen: Klick

Der eher langweilige Text auf der eher hässlichen Website gipfelt dann in einer steilen These ohnesgleichen:

Würden echte Christen einen Brauch weiterpflegen wollen, um den sich allerhand Legenden ranken und der die Fakten um Jesu Geburt verdreht? Darauf gibt es nur eine Antwort: Nein!

Aber ich schweife ab… der Punkt ist der: Ich fand den QR Code im Gemeindeblatt gar nicht schlecht. Weil er so ein Eyecatcher ist, dass ihn jeder Idiot sehen MUSSTE. Und selbst wenn man ihn nicht scannt bemerkt man über den kleinen Text, dass er von den Zeugen ist. Wären sie jetzt noch schlau gewesen, dann hätten sie unter den Code ein bisschen Text gedruckt, der auch etwas aussagt.

Das haben sie aber nicht. Pech.

Ich finde es trotzdem zum Schmunzeln, dass eine Sekte es besser versteht QR Codes einzusetzen als Firmen wie Vodafone, die ihn teilweise auf Plakate auf der anderen Seite des Bahngleises drucken. Andere Beispiele wie man die Codes nicht verwenden sollte gibt es hier: Wie man QR-Codes nicht verwenden sollte

Oder hier:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=V2rVYvylvZc&w=560&h=315]

Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.