Navigation

Die Pomodoro Technik: Produktivität in Scheibchen

Christian Faller  28. Dezember 2011  10 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Bereits vor über einem Jahr hatte ich mir einen gründlichen Narren am Thema Produktivität gefressen. Damals gipfelte mein Fanatismus in einem Gastartikel bei Karrierebibel und dem Gewinn eines neuen iPads. Das hat bis heute nicht ab- sondern eher noch zugenommen.

Über die Monate hinweg haben sich meine Techniken aber nicht wesentlich verändert, sondern ich habe meine Schwerpunkte etwas umverteilt. Ich lege momentan auf zwei Dinge extremen Wert:

  1. Eine kurze, übersichtliche To-Do-Liste
  2. Die Pomodoro Technik

1. To-Do-Liste

Es gibt da draussen To-Do Tools wie Sand am Meer. Und ich glaube ich habe sie fast alle ausprobiert. Die Wahrheit ist: Es ist egal welches Tool ihr verwendet, solange es nichts vergisst. Ich persönlich bevorzuge aber jede Variante, die mich Tasks priorisieren lässt. Jeden Abend oder Morgen vor dem Arbeiten mache ich mir normalerweise eine 5-Punkte-Liste, die mein Ziel für den Tag darstellt. Wenn ich diese Liste geschafft habe, ist mein Tages-Soll erfüllt und ich kann die Füße hochlegen.

Die größte Erkenntnis die ich vielleicht jemals auf diesem Feld hatte ich diese: JE WENIGER AUF MEINER LISTE STEHT, DESTO MEHR BEKOMME ICH GEREGELT.

In meinem Fall ist die Liste zwar immer noch lang, aber ich ignoriere einfach alles, was für den jeweiligen Tag keine Priorisierung in Form eines Sterns hat. Das hält mir den Kopf frei, um die eigentliche Arbeit zu bewältigen. (Das Tool im Screenshot ist übrigens Producteev.)

2. Die Pomodoro Technik

Gott, ich liiiiiiiebe die Pomodoro Technik. Der Name stammt vom italienischen Wort für Tomate und kommt daher, dass ursprünglich eine Küchen-Uhr verwendet wurde. Und die hatte im Original die Form einer Tomate.

Die Technik ist sehr simpel: Man sucht sich eine Aufgabe aus und arbeitet dann 25-Minuten (ein Pomodoro Zyklus) bis die Uhr klingelt. Es folgen 5 Minuten Pause. Rinse and repeat… Nach 4 Zyklen gibt es eine längere Pause.

Und dafür gibt es tolle Tools! Browserunabhängig funktioniert zum Beispiel tomatoi.st, der auch ein Log Eurer Arbeitszeit erstellt. Schöner finde ich persönlich aber Addons und Extensions. Für Chrome gibt es zum Beispiel das wunderbare Strict Pomodoro.

Die kleine Tomate in der Extension Bar zeigt Euren Timer an und sagt Bescheid wenn die Zeit um ist. Auch die Pause wird dann angezeigt und es klingelt pünktlich zum Arbeitszyklus zurück. Das Beste finde ich aber, dass Strict Pomodoro nicht zu stoppen ist. Läuft es einmal, kann man es nicht pausieren. Und während es läuft blockt es auf Wunsch alle zeitfressenden Websites. Und die besten sind sogar schon voreingestellt:

Mehr braucht es nicht. Produktivität soll nicht kompliziert sein, sondern ganz im Gegenteil einfach die Arbeit in Angriff nehmen. Also eine schöne, kurze und simple Liste anlegen und die Pomodoro Uhr anmachen. Der Rest läuft dann von selbst. Tut es!

Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.