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Ein Konzept für bessere Google Plus Pages

Falk Ebert  21. November 2011  23 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web, Werbung mit und im Internet

Google Plus Pages Symbol

Die animierten Gifs der Red Bull Page waren das einzige, was wirklich überrascht hat. Alles in allem war der Launch der Google Plus Pages ziemlich unspektakulär.

Besonders ärgerlich ist, wie die Administration der Seiten bislang gelöst wurde. Diese geht am Alltag der Unternehmen vorbei, wie ein User es hier ziemlich genau beschreibt.

I don’t get it. It seems like this wasn’t thought out at all.

Als Alternative zur derzeitigen Situation möchte ich ein Konzept vorstellen, mit dem Google nicht nur die Administration besser lösen könnte, sondern den Facebook-Seiten auch noch um einen cleveren Insight voraus wäre.

Folgendes. Menschen wollen mit Menschen reden, nicht mit Unternehmen. Im Prinzip ist diese Aussage der Kern des Cluetrain Manifest, praktisch ausgedrückt bedeutet sie: @frischkopp ist spannender als @googlede. Für Mercedes interessiere ich mich nur dank Uwe Knaus. Und Chris und ich haben mit unseren privaten Twitter-Accounts dreimal so viel Follower wie unser Blog-Account.

Google könnte also die Sprecher der Unternehmen prominent darstellen:

Unternehmenssprecher auf einer Google Plus Seite

Die Social Media Evangelists der Unternehmen sind ohnehin in den Netzwerken unterwegs, warum also nicht gleich Klarheit schaffen, wer da schreibt?

Entsprechend könnte ich mir vorstellen, dass jeder offiziellen Äußerung des Unternehmens ein Gesicht zugeordnet wird. Damit stellt sich die Frage „mit wem interagiere ich hier eigentlich?“ nicht mehr.

John Doe postet für die Better Pages Inc.

Gerade auf Facebook-Fanpages haben die User oft das Gefühl, mit einem Firmenlogo zu sprechen. Mit Social Media hat das wenig zu tun.

Wenn der hier beispielhaft gewählte Unternehmenssprecher John Doe etwas für seine Better Pages Inc. posten möchte, kann er das ganz einfach von seinem persönlichen Account aus tun.

Sharing für Public und die Unternehmensseite

Doch damit nicht genug. Auch die anderen Mitarbeiter eines Unternehmens haben etwas zu sagen. Google weiß das eigentlich, waren doch Heerscharen von begeisterten Google-Developern die ersten Botschafter zum Thema Google Plus. Warum also nicht auch webaffine Mitarbeiter in einem eigenen Tab zu Wort kommen lassen? One Voice war 2008.

Mitarbeiter-Tab

Kein Firmenlogo an dieser Stelle. Die Äußerungen bleiben private Meinungen. Aber diese Funktion würde den Unternehmen ein einfaches Tool geben, ihre Mitarbeiter zu Markenbotschaftern zu machen. Oder eine eigene Kommunikations-Twelpforce auf die Beine zu stellen. Auf Wunsch auch mit einer Freischaltung der einzelnen Postings durch das PR-Team denkbar. Natürlich kommt dabei nicht jede öffentliche Mitteilung der Mitarbeiter auf die Page. Das möchte keiner. Mitarbeiter sollten das proaktiv angeben, genauso wie es die Unternehmenssprecher machen, siehe oben.

Die Frage, wer überhaupt berechtigt ist, als Mitarbeiter zu sprechen, könnte für die Page über das altgediente Circles-System gelöst werden:

Auswahl der berechtigten Mitarbeiter über die Circles

tl;dr-time!

Zusammengefasst sieht mein Vorschlag für Google folgendes vor:

  • Das Team, welches die Seite betreut, wird prominent vorgestellt.
  • Offizielle Postings werden stets jemandem aus dem Team zugeordnet.
  • Auch Mitarbeiter kommen auf der Seite zu Wort, wenn sie es möchten.
  • Sprecher und Mitarbeiter können über den ganz normalen Publisher für die Seite schreiben.
  • Wer Sprecher und Mitarbeiter ist, das wird mit Hilfe von speziellen Circles bestimmt.

Was meint ihr dazu, Community-Manager? Was meint ihr dazu, Google?

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.