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Quora – Nie war klüger werden einfacher

Falk Ebert  14. Februar 2011  32 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Quora, Screenshot der Startseite

Ich habe, für mich persönlich, das nächste große Ding gefunden. Es heißt Quora. Seit ein paar Jahren hat mich nichts mehr so begeistert wie diese Seite! Jeder, der sich etwas unter dem Begriff „Wissensdurst“ vorstellen kann, muss sich Quora anschauen!

Um was geht es?

Laut landing page ist Quora…

A continually improving collection of questions and answers created, edited, and organized by everyone who uses it.

Kurz gesagt, ist der Dienst eine soziale Frage- und Antwort-Plattform. Jeder kann Fragen stellen, jeder kann Fragen beantworten. Dazu kommen die Features, die man von anderen sozialen Netzwerken kennt: Auf- und Abwerten von Antworten, anderen Personen folgen, Profile, persönliche Nachrichten.

„Folgen“ kann man aber nicht nur anderen Personen, sondern auch ganzen Themenblöcken und speziellen Fragen. Aggregiert wird das alles auf der Startseite.

Quora Suchslot und Stream

Quora erfüllt dabei sämtliche Kriterien einer Web-App im 21. Jahrhundert. Die Inhalte sind User Generated Content, die Plattform verwaltet sich selbst.

Außerdem steht alles, was dort passiert, in Zusammenhang zu echten Menschen. Bei intensiver Benutzung finden sich auf der Startseite nur noch um die Themen, welche den einzelnen, individuellen User interessieren. Egal ob Direktmarketing, Kochen oder Star Wars.

Das Sharing ist super gelöst, sogar an einen hauseigenen Shortlink-Generator wurde gedacht.

Quora User Profil

Das Besondere daran?

Zum einen ein sehr hoher Qualitätsanspruch von Seiten der Admins. Bevor man die Plattform nutzen darf, muss man erst einen „Wie schreibe ich Fragen und Antworten“-Idiotentest machen. Bevor man eine Frage schreibt, bekommt man automatisch Vorschläge bereits vorhandener Fragen, um Redundanzen zu verhindern. Und durch das ganze Board wuseln Moderatoren, die Tipp- und Grammatikfehler korrigieren.

Das wirklich hohe Niveau der Plattform kommt aber hauptsächlich daher, dass die Fragen öffentlich beantwortet werden. Und so schreiben die meisten User nur in den Topics Antworten, in denen sie sich als echte Experten positionieren können. Jede Antwort ist eine Visitenkarte des Nutzers.

Quora im Praxistest!

Ich habe mal die Probe aufs Exempel gemacht und Fragen gestellt, die mich (teilweise schon seit Jahren) brennend interessieren. Das Ergebnis: Drei von Acht meiner Fragen sind unbeantwortet geblieben, die anderen Antworten sind dafür Gold wert. So habe ich jetzt endlich einen schicken Google-Reader-Skin (Feedly), habe Sekundärliteratur-Tipps zu Foucault bekommen und die Antworten auf meine Frage nach der starken Emotionalität von Musik sind schlichtweg mind-blowing.

Invites zu verschenken!

Wenn ihr schon bei Quora seit, könnt ihr mir gerne folgen.

Wenn nicht, schreibt eure Mail-Adresse in die comments, wir schicken euch einen invite! Man benötigt derzeit eine Einladung, um mitmachen zu dürfen. Viel Spaß beim klüger werden!

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.