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Ran an die Nerds!

Falk Ebert  10. Januar 2011  8 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Die Hornbrille – Erkennungszeichen des Nerds

Der Nerd hat in Deutschland keinen guten Stand. Jemanden einen „Nerd“ zu nennen, wird hier von den meisten Menschen immer noch als echte Beleidigung aufgefasst. In den USA unterscheidet man den Nerd zumindest noch vom Geek, in Japan ist der Begriff Otaku inzwischen fast schon ein Adelstitel. Nur bei uns ist ein Nerd einfach nur ein Nerd. Dabei sind Nerds wichtig. Verdammt wichtig.

Warum wir nerds brauchen

Klar, als Mitspieler in der Fußballmanschaft beim Sportunterricht nutzen die im A/V-Club, Glee-Club und Chess-Team erworbenen Skills wenig. Aber wer repariert euch den Rechner, wenn euer Windows sich mal wieder einen bösen Virus gefangen hat? Mal ganz im Ernst: Ohne den Nerd in der Verwandschaft hätten doch nur halb so viele Haushalte funktionierende Computer zuhause!

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I’m fluent in java script as well as klingon.

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn wer schreibt denn bitte die Algorithmen, mit denen jedes GPS-Gerät seinen Standort bestimmen kann? Wer setzt den Server auf, der gerade diesen Blog hostet? Wer entwirft die Schaltpläne für die Steuerung der über 100 Elektromotoren in deinem Auto? Richtig, Streber.

Warum wir nerds verstehen müssen

Und wer jetzt denkt: „Ah, gut, dass wir euch haben, Jungs!“, der ist trotzdem noch nicht fein raus. Sorry. Denn das reicht heute nicht mehr. Wer heute was reisen möchte, der muss ein wenig nerdisch können.

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Wir unterscheiden nicht zwischen evangelisch oder katholisch. Weil bei uns entweder Star Trek oder Star Wars Religion ist.

Und auch wenn der eine oder andere vielleicht nichts mit diesen Religionen am Hut haben möchte, an den Gläubigen kommt man heute nicht mehr vorbei. Egal ob Pommesbude oder Werbeagentur, egal ob Punker oder Banker, die Digitalisierung kommt uns alle holen. Und wer dann nicht Grundkenntnisse oder zumindest ein Grundinteresse an den großen Nerd-Themen Wissenschaft, Computer und Internet hat, der steht doof da. Wirklich.

Warum wir nerds sein müssen

Doch warum eigentlich immer in schwarz/weiß – der Nerd würde sagen binär – denken? Sind wir nicht alle ein wenig nerd? Oder wäre das nicht zumindest gut? Ist es nicht klasse, wenn sich Leute obzessiv mit einem Hobby beschäftigen, dass nicht „Weggehen“, „Fernsehen“ oder „Shopping“ heißt? Würde ein wissenschaftliches Grundverständnis unserer Gesellschaft nicht unheimlich gut tun und uns vor Astro-TV und Homöopathie beschützen?

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prinzpi.biz – auch ich bin in mei’m Blog geblieben!

Wenn wir uns von Klischeevorstellungen wie den verwaschenen Shirts verabschieden, oder sie zumindest als vollkommen irrelevant begreifen, können wir den kleinen Nerd in uns entdecken. Und ihn dann wahnsinnig abfeiern. Chris und ich tun das. Und wir haben verdammt viel Spaß dabei.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.