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The World’s Coolest Intern

Christian Faller  7. Oktober 2010  1 Kommentar  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web, Werbung mit und im Internet

Vielleicht erinnert sich der Ein oder Andere noch an eine ehemalige geniale Werbekampagne für den „besten Job der Welt“ ? Richtig, für die Anstellung als Quasi-Hausmeister auf einer paradiesischen Insel, was so viel Buzz erzeugte, das einem Hören und Sehen verging. Jetzt gibt es einen ganz ähnlichen Ansatz, der mir abermals sehr gut gefällt: „The World’s Coolest Intern.“

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=a3RyT6ddmqQ]

Dabei geht es wie das Video schon verät um eine Position als Praktikant bei einer Bank in Singapur. Die Stelle ist dabei mehr oder weniger weit über den Ansprüchen an einen normalen Praktikanten und klingt dadurch extrem fordernd. Wer sich die Job Beschreibung durchliest sieht schon – hier wird praktisch ein Head of Social Media gesucht.

Nicht nur wird der Gewinner einen fetten Gehaltscheck von 30.000 S$ mit nach Haus nehmen, sondern kann laut Ausschreibung auch eine wirklich ordentliche Weiterbildung genießen:

„Moreover, the winner will receive training on social media and online engagement from some of the best in the business, including Qais Consulting – on Strategic Social Media Activation; Edelman – on PR; JamiQ – on Social Media Analytics, Christophe Langlois from Visible Banking – on Social Media specific to Finance/Banking and Pat Law (Goodstuph) – on social influence marketing.“

Ach ja, Beweis für die Wirksamkeit des Jobangebots im Sinne einer Werbekampagne, ist bereits die Art und Weise wie ich darauf aufmerksam wurde. Wenig überraschend handelt es sich um einen Social Media Schnittpunkt:

The World's Coolest Intern

Und wieso habe ich seit Donnerstag das drückende Gefühl nach meinem Praktikum bei Grey in Singapur in den falschen Flieger gestiegen zu sein? Nein, Spaß beiseite, ich finde es klingt in der Tat nach einem tollen Job, für den an heutigen Bildungseinrichtungen allerdings weit zu wenig vorbereitet wird. Über Twitter, flickr, Blog und Tweet-Ups gehört hier zum Spektrum des Jobs nämlich eigentlich alles dazu.

Und das i-Tüpfelchen ist dann noch die trockene Ironie in der Headline: „Get paid 30.000 S$ for tweeting at work.“ In der Tat bin ich (wie vermutlich auch die Ausschreiber des Jobs) der Meinung, dass auch Angestellte in einem normalen gut bezahlten Job mitunter tweeten dürften. Aber das ist mal wieder eine andere Geschichte.

[Christian Faller]

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.