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Jetstar Kundenservice #fail

Christian Faller  26. August 2010  2 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Angesichts unserer spannenden Diskussion über den Datenschutz beim Buchen von Flügen per Facebook, habe ich mich dazu entschlossen einen kleinen Erfahrungsbericht normaler Onlinebuchungen nachzureichen. Wie der Eine oder Andere vielleicht mitbekommen hat, hatte ich gewisse Probleme mit einigen meiner letzten Flüge mit der Low Cost Airline Jetstar. Jedenfalls lief es darauf hinaus, dass mir Jetstar unter dem Strich mehrere Flüge berechnete, die ich nie gebucht hatte und mir viele hundert Euro schuldig ist war.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich persönlich Emails bei solchen Geschichten wie Kundensupport über Telefongespräche bevorzuge. Die Gründe sind:

a) Zeitunabhängig
b) Ich bin sicher, dass kein Punkt vergessen wird, weil ich alle Zeit der Welt habe
c) Schwarz auf weiß verhindert dass sie sich auf Unklarheiten herausreden können

Nunja, Jetstar bietet aber keinen Customer Service per Email an. Genau so wenig erlauben sie, dass man im Callcenter mit der selben Person mehr als einmal Kontakt bekommt und Direktdurchwahlen gibt es nicht. Auch zurückrufen tun sie einen nicht. Nett oder? Jedenfalls kann ich nach ungelogenen 20 Stunden an der Hotline nun auch mal T-Online loben – Jetstar ist wirklich weitaus schlechter…

Ich beschloss dann in letzter Verzweiflung, mich an den Twitter Account zu wenden. Das hatte ich schon einmal versucht, aber damals kam einfach gar keine Antwort zurück. Also nochmal geschrieben. Und siehe da, es gibt ein Lebenszeichen.

Doch die Freude währt nur kurz. Enthusiatisch hatte ich natürlich promt per Direktnachricht antworten wollen um mein Problem zu beschreiben. Doch wenn Euer Auge bereits zum oberen Rand des Screenshots gewandert ist, dann dürfte meine Ernüchterung kein Rätsel sein. Der fähige Twitter Support hatte mich nicht in seiner Twitter Liste hinzugefügt. Das heisst, ich kann ihm keine DM (Direct Message) senden, so wir von ihm gefordert. An diesem Punkt gab ich dann auf und nahm den Telefonhörer wieder in die Hand.

Nunja, was sagt man dazu… Ich beschränke mich mal auf ein schlichtes #fail. Wenn schon Kundenservice, dann auch richtig. Und nicht nur Pseudosupport bitte.

Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.