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2010: Die große Materialschlacht

Christian Faller  2. August 2010  11 Kommentare  5 Minuten zu lesen  Internet und Social Web, Mobile

Aus gegebenem Anlass muss darf ich mir gerade mal wieder Gedanken über meine technische Ausstattung machen. Beim Karrierebibel Gastautorenwettbewerb 2010 durfte ich mich heute über den ersten Platz freuen und darf damit ein iPad 3G, 32GB mein Eigen nennen. Das ist zunächst einmal natürlich ein absoluter Knaller und – Materialist wie ich leider bin – ich freue mich wie ein Honigkuchenpferd. Da ich mich aber zuvor um ehrlich zu sein nie großartig mit Apple Produkten beschäftigt habe, da der Kauf für mich aus diversen Faktoren außer Frage stand, eröffnen sich mir nun völlig neue Dimensionen – und auch Fragen. Smartphone, Netbook, Tablet PC, Desktop PC, iMac, Laptop und eBook-Reader bringen meinen Kopf ordentlich zum Qualmen. Ich sehe und höre so häufig von neuem Material und kleinsten Tweaks, das erinnert mich schon fast an Formel 1. Also welche Kombination aus Obst, Windows, mobil und stationär bietet denn nun die effektivste Kombination bei realistischem Budget?

Smartphone: Muss das sein?

Für mich die Frage aller Fragen. Muss ich mir letzten Endes doch ein Smartphone zulegen? Lange Zeit kam ich um die Entscheidung herum, denn durch Anschaffungen wie ein Netbook oder ein neues Mountainbike (für das ich mir auch fast einen gebrauchten Kleinwagen hätte kaufen können) fehlte mir das nötige Kleingeld um hier wirkliche Initiative zu ergreifen. Natürlich hätte ich gerne eines, aber der einzige Mehrwert den es gerade bringt wäre tatsächlich: Internet während der Bahnfahrt. Ansonsten bin ich durch mobile Geräte ohnehin immer am Netz. Und zwar wesentlich praktischer als mit Mobiltelefon. Und jetzt mit dem iPad, da scheint es mir umso sinnloser. Wie wir ja schon festgestellt hatten: Es ist ein großes iPhone. Fortan werde ich also lieber weiterhin meinen alten Schinken in der Tasche tragen für SMS und Telefonate. Alles weitere erledigt dann entweder das Netbook oder der Tablet PC. Hier bin ich sehr gespannt was sich im Praxistest bewähren kann.

Pro: Ständige Vernetzung, spart ein zusätzliches Gerät (eingeschränkt)

Contra: Teuer, ist für ein Telefon fast schon zu gut (auch vom Wert her – Unfälle, Diebstahl, etc.) aber für echte Arbeit zu klein

Desktop PC: Back to the Roots?

Sehr anstregend ist auch die Frage nach meinem Haupt-Arbeitsgerät. Schon immer schwankte ich hier zwischen Desktop PC und Laptop, denn beides auf High End zu kaufen macht ja schließlich keinen Sinn. Letztendlich erledigte sich dieses Problem dann durch einige durchlaufende Arbeitsgeräte von meinem Freelancer Job und ich kaufte mir ergänzend ein Netbook als festen Posten. Ich kann mir aber vorstellen, dass ich nun wieder zum guten alten Desktop tendieren werde. Mit dem iPad ist ein relativ leistungsfähiges Gerät mobil verfügbar. Einen starken Laptop einzukaufen ist also nicht unbedingt erforderlich. Also das gesparte Geld lieber in mehr Leistung beim dicken Klotz unter dem Schreibtisch investieren? Ich denke, ja.

Pro: Gaming kompatibel, viel Hardware für wenig Preis (Vorsicht: Nicht bei iMac), langfristigere Anschaffung

Contra: Extrem unflexibel

Tablet PC: Das fünfte Rad am Wagen?

Eigentlich habe ich ja schon ein Netbook. Und ein guter Laptop steht auch in meinem Zimmer. Gleich neben dem Desktop PC – der inzwischen aber leistungstechnisch eigentlich aus dem Rennen ist. Und ein Handy hab ich natürlich auch (ja, es kann SMS schreiben und telefonieren). Wo fügt sich also das iPad ein? Leider muss ich sagen, dass das schicke Netbook mit dem reibungslosen Linux – vorsicht Ironie – wohl in der Schublade oder im Schulranzen meines Bruder verschwinden wird. Denn das Tablet ist hier wohl in jeder Hinsicht überlegen. Meine Hoffnung ist noch, dass der größte Mehrwert den das iPad mir bietet eine vernünftige Lesequalität von eBooks ist. Ich hatte nämlich fest geplant mir ein Kindle DX 6″ zuzulegen. Und das wäre nun mal vollkommener Schwachfug. Also bitte liebes Apple, mach, dass meine Augen es genießen, auf deinem Produkt zu lesen.

Pro: eBook-Reader Ersatz, für Office Dinge besser tauglich als Smartphones, optimiertes Surfing, sehr mobil

Contra: Zu wenig Mehrwert falls Smartphone schon vorhanden, teuer

Also was denn nun?

Natürlich kann ich nur für mich selber sprechen, aber ich denke ich werde mich auch weiterhin auf einige wenige Geräte beschränken. Vermutlich wird es dann ein Desktop PC werden, auf dem auch das ein oder andere Spiel läuft (besitze keine moderne Konsole) und wo man vernünftig mit Photoshop arbeiten kann. Für Unterwegs dürfte das iPad ideal sein, auch in Hinblick auf die eBook-Reader Funktion und für Präsentationen. Und ja, ich behalte wohl tatsächlich mein altes Handy – irgend jemand muss ja der Lacher auf der Party sein. Im Prinzip ist mit dem iPad die optimale Lösung für den ewigen Kampf zwischen Desktop und Laptop für mich gefunden. Mal sehen ob es sich auch wirklich so bewährt wie ich es mir erhoffe.

Wie sieht es bei Euch aus? Mich würde die generelle Verbreitung von Tech Gear in der Gefahrgut Community ohnehin mal interessieren, also lasst und einen Kommentar da!

Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.