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Englische Regierung finanziert Apps

Christian Faller  22. Juli 2010  3 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Wie auf Mashable berichtet wurde pumpt die Englische Regierung derzeit tausende Pfund in die Entwicklung von iPhone Apps. Dabei geht es vor allen Dingen um gemeinnützige Geschichten wie Anwendungen, die Rauchern beim Aufhören helfen sollen, Anleitungen für Autopannen oder spritsparenderes Fahren.

Indes beschließt Deutschland ums Neue, lächerliche Anläufe auf den freien Content im Internet zu fahren. Zuletzt der Rundfunkänderungsstaatsvertrag über den wir berichteten, oder der geforderte „Reset-Knopf“ für das Internet. Ich will unserer Regierung ja keine technische Rückständigkeit vorwerfen, aber hier scheint England uns einen Schritt voraus zu sein. Wir drucken lieber Warnungen auf Zigarettenpackungen und  überzeugen 50 Prozent aller Raucher einen guten Neujahrsvorsatz zu machen, um an diesem dann wegen fehlender Unterstützung zu scheitern. Sinnvoller wäre es doch tatsächlich an der Wurzel anzupacken: 90 Prozent aller Raucher wollen doch aufhören. Und vor allem wissen sie bereits dass Rauchen tödlich sein kann. Vielen Dank aber nochmal für die Information.

Meine Empörung ist in dieser Hinsicht inzwischen im ausgeprägten Stadium. Ich zahle gerne Steuern. Aber bitte, bitte liebe Politiker, könnten wir damit nicht zur Abwechslung etwas Sinnvolles anstellen? Meine nächstem Abgaben hätte ich lieber in nützliche iPhone Apps investiert als in irgendwelche Bürokraten, die fundierte Inhalte von den Öffentlich Rechtlichen in zeitaufwändigen Verfahren wieder löschen.

Meine heutige Frage ist:
Was haltet ihr von diesem Schritt der Engländer? Sinnvoll oder eher eine Verschwendung von Staatsgeldern? Und was für Apps könntet ihr euch für diese Förderprogramme vorstellen?

Artikel von Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.