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Was ist nun mit dem iPad

Falk Ebert  20. Mai 2010  8 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Mobile

iPad?

Wie sieht’s denn nun aus? Da die ersten Menschen in meiner Twitter-Timeline das iPad jetzt haben und außer „hey, das ist mein erster Tweet vom iPad“ noch nicht so viel dazu gesagt haben, auch die Techblogs aus der zweiten Reihe ihre unboxing Videos geliefert haben und ich immer noch so zwischen „meh“ und „nice“ schwanke: Hier ein Update zum iPad.

Was der Spaß kostet

Der „kleine Tarif“ bis 200MB Daten kostet bei Vodafone rund 20€ und bei  O2 rund 10€. Bei Vodafone darf frecherweise kein VoIP und kein Instant Messaging genutzt werden und nach 200MB ist die Verbindung nicht nur gedrosselt, sondern weg. Dafür hat O2 das deutlich schlechtere Netz. Für die größeren Tarife zahlt man bei O2 25€ für fünf Gigabyte, Vodafone möchte für drei Gigabye 30€.

Die Spartarife würde ich keinem empfehlen, denn wer will schon zehn Cent pro MB zahlen? Da ist beim Online-Kauf von Musik die Datenmenge ja fast teurer als der Musiktitel! Ernsthaft, rechnet das mal nach…

Deshalb sollten alle, die ihr Pad wenig unterwegs nutzen wollen,  schon eher mal die Alternative von Fonic anschauen:  2,50€ für jeden Tag an dem man surft mit einer Kostendeckelung bei 25€. Und 500MB Umsatz sind drin. Pro Tag, wohlgemerkt.

Aber wer will sein iPad überhaupt unterwegs nutzen? Für mich ist das Ding nach wie vor ein Wohnzimmer-Medienbetrachter und kein Laptop-Ersatz.

Und die Kokurrenz?

Apple hat mal wieder die Branche wachgerüttelt. Zwar wollen jetzt alle plötzlich mit dabei sein, aber so richtig in die Gänge gekommen ist noch keiner. Microsoft hat sein Courier auf Eis gelegt, das von uns bewunderte Slate kommt verzögert, das WePad war kürzlich alles andere als fast fertig und auf das Ding von Google dürfen wir wohl noch eine Weile warten. Auch das wirklich vielversprechende joojoo hat in der anfassbaren Version wohl noch nicht so wirklich überzeugt.

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Genau die gleiche Situation wie beim iPhone-Launch damals. Die ersten gefühlten fünfhundert „iPhone-Killer“ waren lahme Gurken. Keines konnte dem iPhone, trotz teilweise überlegener Hardware, das Wasser reichen. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet: Die Android Handys schlagen inzwischen bei den Verkäufen die Äpfel und die HTC-Elite (namentlich Desire, Nexus One und Wildfire) braucht sich definitiv nicht hinter dem iPhone zu verstecken. Egal ob Usability, Apps oder technische Spielereien – ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass ein Nexus einem iPhone vorzuziehen ist.

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Doch zurück zum Thema: Genau diese Entwicklung erwarte ich beim iPad auch. Die ersten iPad-Killer werden nicht ganz ausgereift sein, doch nach und nach werden andere Geräte wichtiger werden. Und die können dann auch Flash, was wir nach der massiven Schlammschlacht zwischen Apple und Adobe für das iPad wohl eher nicht mehr erwarten dürfen.

Und wenn die ersten sauber laufenden Tablets auf dem Markt sind, die Flash beherrschen und dem iPad vielleicht sogar noch eine Kamera voraus haben, dann interessiert sich auch keiner mehr für Apps. Warum? Ich zitiere von der joojoo-Seite:

Anybody who lives life online knows that the best applications come from the original online properties, not some stripped down version. YouTube, Gmail, Google docs, Flickr, Twitter, Facebook, Spotify and Pandora capture our imagination and our online time.

Why waste time with watered down apps whe you can have the real thing? Enjoy the Internet to the fullest.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.