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Die Produktivitätsmaschine, Teil 2

Christian Faller  27. April 2010  3 Kommentare  4 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Um meinen großen Google Artikel zu vervollständigen gibt es heute den zweiten Teil der Serie für Euch. Ich stelle Chrome als Browser vor, erkläre die synchronisierten Lesezeichen und präsentiere Euch das Gesamtbild meines Werkes. Ebenso werfe ich auf Anfrage hin auch einen Blick auf die Kehrseite der Medaille – beharre aber auf meinem Standpunkt, denn es interessiert mich einen feuchten Kehricht!

Für alle die Teil 1 des Artikels noch nicht gelesen haben, empfehle ich, hier vorbeizuschauen, bevor Ihr weiterlest!

1. Keine Wartezeiten mehr beim Surfen?

Als Browser dient als Sahnehaube natürlich Google Chrome. Ob er nun wirklich schneller ist als Firefox weiß ich nicht, aber er ist auf alle Fälle nicht langsamer. Tendentiell fühlt sich alles etwas flotter an und es macht wirklich Spaß damit zu surfen. Das beste für mich als Google Jünger sind aber die Extensions. So lässt sich mein Gmail und Calender wunderbar in die Leisten integrieren – wesentlich besser als immer Outlook im Tray zu haben. Wohlgemerkt saugen diese Programme ja auch Rechenleistung und RAM – im Browser spart man sich das alles.

2. Keine Lesezeichen mehr suchen

Und es wird noch besser: Selbst meine Lesezeichen sind nicht lokal aufgehoben. Alles was ich hinzufüge oder verschiebe wird automatisch mit meinem Google Account synchronisiert und auf allen anderen Geräten, von denen ich zugreife angepasst. Bei der Arbeit einen tollen Tweet entdeckt, aber keine Zeit den Artikel zu lesen? Einfach gebookmarked und von daheim aufgerufen (oder auch anders herum ;-)). Simpler geht es nicht.

3. Die Startseite

Zu guter Letzt möchte ich Euch noch das finale Werk präsentieren. Denn auf meiner personalisierten iGoogle Startseite laufen alle Pfade zusammen und schliessen den Kreis. Hier zeigt sich die wahre Power des Gesamtpackets. Auf einen Blick habe ich: ALLE Emails, ALLE Termine, ALLE Aufgaben auf meinen verschiedenen To-Do-Listen und ALLES spielt zusammen.

Beispiel:

Schritt 1: Ich empfange eine Email für ein Abendessen um 18:00 Uhr, vorher muss noch Grillzeug gekauft werden. Über die Mail werde ich direkt auf meiner Startseite und in der Browserleiste informiert (muss den Browser nicht einmal verlassen).

Schritt 2: Mit zwei Mausklicks habe ich den Termin zu meinem Kalender hinzugefügt (falls es nicht schon direkt als Kalender Einladung gesendet wurde). Natürlich mit Remindern, 2 Stunden und 30 Minuten vor dem Treffpunkt.

Schritt 3: Das Grillzeug möchte ich nicht vergessen, also ebenfalls zwei Mausklicks um es auf die To-Do-Liste zu setzen.

Das selbe System nuzte ich auch für Arbeitsaufgaben und alles andere. Das spart unter dem Strich jedes Mal einige Minuten und summiert sich beträchtlich auf. Ebenso passiert es mir nur extrem selten, dass ich einen Termin verschwitze (z.B. Meeting, oder Rechnung einreichen), denn mein Kalender ist in der Statusleiste permanent sichtbar und gibt die Zeit zur nächsten Deadline an.

Ich bin Realist, daher muss ich zugeben: Meine Privatsphäre ist hinten und vorne verloren. Ich bin permanent eingeloggt und Google weiß über jede Seite auf der ich surfe, jede einzelne Suchanfrage und meine Email Verkehr bescheid. Jeden Tag wundere ich mich erneut wie extrem passend die mir eingeblendeten Ads sind. Vorgestern einen Flug nach Kambotscha gebucht, 2 Stunden später sehe ich eine Anzeige für günstige Van Vermietung in Siem Reap – “Hey, genau das suche ich ja tatsächlich!” Insgesamt muss es also nicht immer schlecht sein. Also ganz ehrlich Leute, so what? Ich profitiere immens davon, was Google mir bieten kann. Und was genau sind nun die Auswirkungen davon, dass der Suchmaschinengigant über mich Bescheid wissen könnte, falls es irgend jemanden jucken würde? Ich habe das Thema bereits abgehakt…

Andere Dienste die ich übrigens ebenso benutze wären noch: Wave, Buzz , Youtube und gelegentlich andere Anwendungen die aber variieren (Maps, Earth, Analytics, etc.)

Ich würde unglaublich gerne von Euren Erfahrungen lesen. Wie handhabt ihr diese Themen? Über bessere Vorschläge, Verbesserungen oder Feedback freue ich mich sehr – immer auf der Suche nach Optimierungspotential.

Christian Faller

Christian Faller

Christian Faller ist Geschäftsführer bei deepr, einer Stuttgarter Werbeagentur und leitet den Digitalbereich bei Yaez. Wenn er nicht an digitalen Marketingstrategien feilt, verfolgt er sein Lebensziel, jedes Land der Welt zu bereisen. Er hat in Singapur, Frankreich, Amerika und Südafrika gelebt und gearbeitet.