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10 Gründe, warum Tumblr super ist!

Falk Ebert  22. April 2010  103 Kommentare  5 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Startscreen von Tumblr

Tumblr? Was ist das nun schon wieder?

Da haben wir uns gerade an flickr, twitter und resizr gewöhnt, jetzt kommt noch ein Web 2.0 Ding mit so einem bescheuerten Namen? Wer braucht das denn, bitte?

Das waren zumindest meine Gedanken, bevor ich mir den Dienst mal aus der Nähe angeschaut habe. Doch siehe da: Tumblr ist ist kein pseudo-wichtiges Socialweb-Tool, sondern einfach nur eine Blogging-Software für kleinere, multimediale Blogs. Und genial ist Tumblr dazu noch.  Herausgekommen ist bei meiner Erkundungstour durch die Welt von Tumblr mein neuer Mini-Blog Metaebenen, der sich mit Wissenschaft, mit Denken und Interdisziplinarität beschäftigt.

10 Gründe, warum Tumblr super ist

1. Tumblr ist einfach
Schon die große Schrift beim Anmelden eines neuen Blogs deutet darauf hin, dass das Einrichten und Betreiben eines Blogs bei Tumblr ein Kinderspiel ist. Die komplett in’s Deutsche übersetzte Software führt Schritt für Schritt in wenigen Klicks zum eigenen Blog und schwerer wird das auch später nicht mehr…

2. Tumblr ist progressiv
Doch Tumblr ist mehr als nur ein weiteres WordPress.com oder Blogger. Tumblr ist eher für weniger wortlastige Blogs. Für das „oh, das ist aber ein interessantes Bild“ und das „schaut euch mal schnell diese Seite an“. Dementsprechend hat es auch Features, die genau auf eine solche Nutzungsweise abzielen: Zum einen hat Tumblr Ähnlichkeit mit Twitter. Es gibt Reblogs und das „Abonnieren“ von Blogs, die dann in einem Stream aggregiert werden. Zum anderen gibt es eine Warteschlange, in die ich vorbereitete Artikel reinhauen kann. Dann kann Tumblr die Artikel Stück für Stück in gewünschten Intervallen in einem bestimmten Zeitfenster veröffentlichen. Das hab ich vorher noch nirgendwo gesehen. Eine grandiose Idee, denn sie lässt den Nutzer viel Content vorbereiten, ohne dass er sich Gedanken um eine sukzessive Veröffentlichung machen müsste.

3. Tumblr ist multimedial
Denn schon die Buttons zum Anlegen eines neuen Artikels laden dazu ein, mehr als nur Text und Bilder zu verwenden. Die Bloglayouts sind direkt auf den verschiedenen Content angepasst: Poste ich ein lustiges Chat-Gespräch, ist der Blogeintrag entsprechend formatiert, automatisch.

Multimedia bei Tumblr

4. Tumblr ist vernetzt
Wer mit Tumblr bloggt, bloggt automatisch sehr nahe bei seinen Freunden. Denn Tumblr ermöglicht es, die Blogeinträge automatisch bei Twitter und Facebook zu veröffentlichen. Bei letzterem werden die Bilder und Videos sogar automatisch in den Stream eingebettet. Ich habe schon Zitate, Bilder und Videos bei Metaebenen veröffentlicht, die bei Facebook enorme Ressonanz in Form von Comments und Likes bekommen haben, ohne dass die Leute überhaupt gemerkt haben, dass es sich dabei um einen Blogeintrag handelt. Das ist sehr elegant gelöst.

5. Tumblr ist zuverlässig
Kein Failwhale bei Tumblr. Ich hatte noch keinerlei Performance-Probleme.

[Nachtrag: Tumblr hatte inzwischen ein paar längere downtimes und hin und wieder auch kürzere Aussetzer]

6. Tumblr ist schnell
So schnell wie der Blog erstellt ist, so schnell kann man auch Inhalte publizieren. Und anderen Blogs folgen. Das ganze geht durch die Twitter-ähnliche Mechanik in Sekunden.

7. Tumblr ist schön
Die vorgegebenen Templates sind schick. Simpel und elegant. Und es gibt eine wirklich große Auswahl an komplett unterschiedlichen Layouts kostenlos.

Templates bei Tumblr
8. Tumblr ist anpassbar
Während man sich beispielsweise bei WordPress.com schon kleine Veränderungen im CSS für hartes Geld kaufen muss, lässt Tumblr eine komplette Anpassung des HTML-Codes zu. Als ob einem die Seite gehören würde, nur einfacher. Zudem bieten die Layouts auch für Leute, die kein HTML können einige Einstellungsmöglichkeiten. Der Hammer ist aber, dass man das Tumblr-Blog sogar mit seiner eigenen URL betreiben darf. Ehrlich. Ich habe es probeweise mit falkebert.de getestet! Das erlaubt so weder WordPress.com, noch Blogger, Jimdo, myON-ID oder irgendein ähnlicher Dienst, der mir einfallen würde.

9. Tumblr ist individuell
Dementsprechend sehen die Tumblr-Blogs, auch wenn sie sehr schnell angelegt sind, alle verschieden aus. Man vergleiche nur mal wizkid (ein stilistisch sicherer und einzigartiger Blog) mit rules for my unborn sun (ein sehr inspirierender Blog)! Auch inhaltlich finden sich große Unterschiede. Manch einer sammelt Musik für hipster, manch einem geht es nur um die schönste Nebensache der Welt.

10. Tumblr ist kostenlos
Und schließlich: Das ganze kostet keinen Cent. Keine Werbung. Keine Banner. So ein bisschen wie Twitter bis vor kurzem: Ein Internetdienst, der Nutzer und Kapital sammelt, so gut er nur kann, aber noch nicht wirklich sicher ist, wie die Sache längerfristig finanziert werden soll.

Tut es!

Also greift zu, solange es das Ganze noch kostenlos und werbefrei gibt! Vielleicht seit ihr ja Maler und sucht eine einfache Art, eure Bilder den Freunden und der Welt zu zeigen? Oder vielleicht dichtet ihr gerne? Auch für kleine Bands kann ich mir Tumblr wunderbar vorstellen!

Wenn ihr schon bei Tumblr seid: Ihr dürft gerne schamlos Werbung für eure Seiten machen, ich hab es schließlich auch getan!

Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.