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Die vier größten Privacy-Fallen bei Facebook

Falk Ebert  27. März 2010  3 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Facebook ist, ebenso wie Google, eine kleine, fiese Datenkrake und hätte am liebsten alle seine User nackt. Wer sich jedoch ein wenig auskennt, hat die Möglichkeit, seine Daten wirklich nur den Menschen zugänglich zu machen, die sie auch sehen sollen. Dabei sollte man jedoch ein paar Sachen beachten:

Facebook Profileinstellungen zum Datenschutz

Default Settings sind gefährlich

Das gilt zwar für alle sozialen Netzwerke, ganz besonders aber für Facebook: Vertraue nie den Standart-Einstellungen, die auf dich warten. Wer sich zum Beispiel einen neuen Facebook-Account erstellt, der teilt automatisch seinen Beziehungsstatus, seine Verwandtschaften, seine gesamten Statusmeldungen und vieles mehr.

Deshalb mein Tipp: In den Privatsphäre-Einstellungen dafür sorgen, dass man von Leuten, mit denen man zusammen in der Schule war und Menschen mit ähnlichen Interessen gefunden werden kann. Statusmeldungen und Fotos aber auf jeden Fall nur mit den Freunden ersten Grades teilen.

Facebook erklärt das Thema Privacy selbst ganz gut: Leitfaden.

Privacy bei Facebook – Gut beschrieben!

Zu der Privacy-Erklärung von Facebook

Anworten auf Nachrichten gehen an alle

Achtung, wenn man Empfänger einer Nachricht ist, die an viele Menschen geht, dann schreibt man im Antwortfeld automatisch an alle. Auch an Nicht-Freunde. Was eine sehr praktische Funktion für die Abstimmung in einer Gruppe ist, kann peinlich werden. Also immer drauf achten, wer alles mitliest. Denn bei den Nachrichten gibt es, anders als bei der Pinwand, auch keine Möglichkeit zum Löschen der eigenen Beiträge!

Nachrichten bei Facebook

Zur Hilfe zu den Nachrichten

Applications dürfen zu viel

Wer die Privatsphäre-Einstellungen angepasst hat, muss immer noch aufpassen. Zwar dürfen die Apps nur auf die Informationen zugreifen, die man in den normalen Einstellungen mit allen teilt, wenn aber die eigenen Freunde böse Apps verwenden, können die wiederum Infos öffentlich posten. Ohne, dass man sich dagegen wehren kann. Deswegen gibt es die Einstellungen für Anwendungen und Webseiten. Zwar dürfen die Apps die Daten nicht langfristig speichern oder an externe Server funken, aber vorbeischauen sollte man trotzdem mal, wenn man seinen Beziehungsstatus vor den Freunden zweiten Grades verbergen möchte.

Apps bei Facebook

Zur Hilfeseite zu den Apps

Vorsicht vor falschen Freunden

Wenn man seine sensiblen Daten nur seinen Freunden zeigt, ist erstmal auf der sicheren Seite. Aber nur, solange man sicher stellt, dass die Freunde auch Freunde sind. Deswegen bei Anfragen von unbekannten Gesichtern erstmal per Nachricht nachfragen, wer denn da gerne den Kontakt hätte. Wenn die hübsche Blonde nicht zurückschreibt, macht sie sich zumindest verdächtig! Alternativ kann man auch eine Benutzergruppe mit beschränkten Rechten anlegen und die Person erstmal in diese Gruppe einordnen.

Keine Freundschaftsanfragen bei facebook

Hilfe zu Freunden und beschränkten Rechten

Das wären so die klassischen Datenschutz-Fallen bei Facebook. Und jetzt ab zurück in’s Netzwerk und weiterhin viel Spaß!

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.