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Was haben Vin Diesel, Sasha Grey und Elon Musk gemeinsam? Richtig, sie sind alle bekennende Dungeons & Dragons Spieler.

Mit Dungeons & Dragons wurde 1974 eine neue Art von Spielen erfunden – Pen & Paper Rollenspiele. Eine Mischung aus Brettspiel, Improvisationstheater und Geschichtenerzählen. Der Spielleiter erfindet eine Geschichte – und die Spieler spielen ihren Charakter. Der Zustand der Spieler wird auf Papier vermerkt. Wird es spannend, wird gewürfelt.

In Jahr des Erscheines von Dungeons & Dragons ist bereits der erste Computerspiel-Ableger erschienen. Und doch hat sich das analoge Original bis heute gehalten. Weil es Spaß macht. Und nicht nur das, ich behaupte sogar, jeder sollte es spielen. Zumindest jeder, der seine Kreativität in der Gruppe verbessern möchte.

Deshalb:

  1. Bei Pen & Paper sind Regeln nicht der Feind. Es ist ironisch, aber ausgerechnet ein Spiel mit unendlicher Freiheit hat gleichzeitig zentnerschwere Regelbücher. Und das ist wichtig zu verstehen. Eine scheinbare Einschränkung ist oft nur ein gutes Sprungbrett zu besseren Einfällen.
  2. Bei jedem Rollenspiel spielt man Rollen. Was trivial klingt, ist der Schlüssel zu einer guten Gruppendynamik in Kreativprozessen: Rollen statt Hierarchien.
  3. Wer Pen & Paper richtig spielt, erzählt dabei packende Geschichten – neudeutsch Storytelling. Und das ist ein unheimlich wertvoller Skill. Meine Erfahrung zeigt, gerade in bürokratischen Unternehmen mit hohem Powerpoint-Aufkommen ist eine gute Geschichte (leider?) immer noch mehr wert als eine sauber fundiert hergeleitete Strategie.
  4. Wer gemeinsam spielt wird schnell merken, dass „ja… aber“ die Geschichte nicht weiterbringt. Profis verwenden ausschließlich „ja… und…“. Und das macht nicht nur jedes Spiel, sondern auch jedes Meeting tausend mal angenehmer.
  5. Und schließlich lehrt das Spiel noch etwas. Ein Punkt, den auch das oben verlinkte Video betont: Eine in der Gruppe geteilte Verletzlichkeit. Es gibt keine wichtigere Voraussetzung für gemeinsame kreative Arbeit.

Sucht euch eine Gruppe, holt euch eines der Startersets (z.B. das hier für D&D, oder eines von diesen Sets für Star Wars), habt Mut und legt los!

Eure Phantasie dankt.

Wen die DSGVO wirklich trifft

Falk Ebert  4. Juni 2018  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Google sagt, sie hätten 500 Personenjahre für die Vorbereitung auf die neue Datenschutzgrundverordnung der EU aufgewendet. Klingt viel. Ist es aber nicht – wenn man es in Relation setzt.

Google hat letztes Jahr 111 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Nehmen wir mal an, die Aussage mit den 500 Jahren stimmt. Und nehmen wir mal an, es sind keine Arbeits-Jahre gemeint, sondern echte 4,4 Millionen Stunden Arbeit. Dann sind das in etwa 0,000045 Stunden Aufwand, den sie pro Jahresumsatz-Euro aufgewendet haben. Also nicht mal eine Sekunde.

Rechnen wir das auf einen kleinen Webshop um, der 100.000 Euro im Jahr Umsatz hat: Beim selben Aufwand (relativ zum Umsatz) kommt dieser Webshop-Betreiber schon doppelt so schlecht weg, wenn er sich auch nur einen einzigen Tag mit der DSGVO beschäftigen musste.

Ein kleiner Verein mit 3000 Euro in der Kasse pro Jahr hätte nach dieser Rechnung nur rund 15 Minuten, mit denen sich ein Ehrenamtlicher um die DSGVO kümmern müsste. Das reicht nicht mal, um eine Datenschutzerklärung mit irgendeiner Vorlage zusammenzubasteln.

Das trifft indirekt auch den Verbraucher. Und dazu kommen noch die präventiven Fälle von Datenvernichtung. Mein Fitnessstudio hat zum Beispiel vorgesorgt – und den Schrank mit den Trainingsplänen abgeschafft. Alle (handgeschriebenen) Trainingspläne, die nicht mit nach Hause genommen wurden, sind inzwischen vernichtet.

Die DSGVO sollte uns vor der Übermacht von Konzernen wie Facebook und Google schützen. Tatsächlich haben beide Konzerne von mir noch so viele Daten wie vorher. Dafür weiß jetzt garantiert niemand mehr, wie viel Kilo ich bei der Brustpresse schaffe. Außer Google, denn seitdem führe ich meinen Trainingsplan bei Google Keep. Good job.

Irgendwie erinnert mich die ganze Geschichte an das Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Das sollte auch mal Google treffen. Am Ende hat es Google genau null geschadet, während kleinere Anbieter den Kürzeren gezogen haben.

Ich verstehe und befürworte die Intention hinter der DSGVO. Aber wir brauchen wirklich eine klügere Gesetzgebung, wenn wir die Internet-Giganten irgendwie einfangen möchten.

PS: Die Rechnungen für diesen Artikel liegen hier, falls ich einen Fehler gemacht habe – gerne kommentieren!

 

 

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