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Gefährlich Gut 5: Visual Recognition von IBM

Falk Ebert  15. Mai 2017  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Technologie

Neulich wollte ich mal testen, ob ein Algorithmus einen Schülerpraktikanten ersetzen kann.

Kann er natürlich nicht. Denn die Schülerpraktis in unserer Abteilung bieten uns jedes mal spannende Einblicke und Perspektiven in ihre Mediennutzung. Der „wow, jetzt fühle ich mich alt“-Effekt.

Aber was Algorithmen können, ist nervige Arbeit machen. Arbeit, die sonst auf dem Tisch des Schülerpraktikanten gelandet wäre. Zum Beispiel haben wir (noch bei der UDG) getestet, welche Arten von Produkt-Inszenierung im Instagram-Feed unseres Kunden besonders viele Likes bekommen haben. Damit man das statistisch testen kann, muss man natürlich wissen, welche Art von Inszenierung auf dem jeweiligen Bild ist. Ist das Gerät auf einfarbigem Hintergrund wie in einer Anzeige? Ist das Gerät zentral im Bild in der Hand des Nutzers? Liegt das Gerät dekorativ irgendwo im Bild?

Und genau das wollte ich die Visual Recognition von IBM testen lassen. Das Schöne ist, IBM hat eine Demo-Website, auf der man das sehr einfach machen kann. Ohne eine Zeile Code. Einfach 50 Bilder pro Klasse hochladen. Und schon kann man schauen, ob der Algorithmus versteht, was man von ihm möchte.

Hier der Link.

Es hat funktioniert. Wenn ich ein weiteres Testbild hochgeladen habe, konnte die Anwendung es zu einer meiner Klassen zuordnen.

Jetzt ist meine kleine Demo natürlich noch weit davon entfernt, praktisch anwendbar zu sein. Aber der Konzeptnachweis ist erbracht: Mit ein bisschen Arbeit könnten wir eine Lösung bauen, die den Job des Praktikanten selbstständig macht. Und unseren Praktis spannendere Aufgaben geben.

Und deshalb finde ich es großartig, dass IBM ihre Lösung so leicht zugänglich macht. Den ersten Test kann man komplett ohne Anmeldung machen. Danach gibt es eine kostenlose 30-Tage-Testversion ohne Angabe von Zahlungsdaten. Und selbst danach gibt es ein sehr faires Pricing, das sich nach der Nutzung richtet.

Super!

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.