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Gefährlich Gut 3: Vive la France

Falk Ebert  1. Mai 2017  Keine Kommentare  2 Minuten zu lesen  Gefahrgut

Dass das Internet neben Wasser und Luft zu den Grundbedürfnissen des Menschen des 21. Jahrhunderts zählt, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben. Dass man WLAN deshalb ebenso einfach bekommt wie Trinkwasser, ist leider noch nicht überall der Fall.

Umso positiver überrascht war ich, als ich die digitale Infrastruktur am Paris-CDG erleben durfte. Ich sitze gerade am Gate G2 und schreibe diesen Artikel.

Das WLAN ist hier aber nur der Anfang. Ja, es ist eine einmalige Anmeldung mit Mailadresse notwendig. Da hier aber auch Fake-Daten ohne Plausibilitäts-Check genommen werden, kann ich darüber hinwegsehen. Auch eine optionale Spam-Checkbox als Idiotensteuer und eine dreisekündige Werbung scheinen mir fair. Denn das Internet ist nicht nur schnell genug für Streaming, es ist auch noch über die Gates hinweg fast flächendeckend ohne erneuten Login verfügbar. Ohne Zeitbegrenzung.

Aber auch viele andere kleine Freuden bietet der Flughafen dem digitalen Besucher. Die Anzahl der Eurostecker- und USB-Steckdosen ist hervorragend. Nicht nur an den normalen Warte-Bänken, auch an Lounge-Stühlen und Schreibtischen.

Überall gibt es Touch-Geräte, die überraschend einfach bedienbar sind. Zum Beispiel kann man damit einfach sein Boarding-Pass scannen und bekommt das Gate, die Boarding-Zeit und die zum Hinlaufen benötigte Zeit angezeigt. Erfrischend einfach, wenn man es mit den meisten Info-Terminals vergleicht, die sich so anfühlen, als hätte jemand ein Touchscreen auf ein Windows 3.1 geklebt, das auf einem Gameboy Color läuft.

Vorhin bin ich an einer Lounge vorbeigekommen, an der vier Playstations in Betrieb waren. Vor mir werden Tablets angeboten. Und links neben mir spielen zwei Kids an einem Pong-Tisch. Inzwischen sind auch meine neuen Podcasts vorgeladen und das Boarding hat begonnen.

Merci, CDG. Merci pour tout.

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.