Navigation

Wir brauchen ein neues Wort für „IRL“

Falk Ebert  27. Februar 2017  1 Kommentar  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

„IRL“ ist folgendermaßen im Urban Dictionary definiert:

Abbreviation for „In Real Life.“ Often used in internet chat rooms to let people know you are talking about something in the real world and not in the internet world. […]

Das stört mich ein wenig. Einerseits, weil das Internet auch Teil der echten Welt ist. Schon längst. Wir tun oft so, als ob Begegnungen über digitale Medien nicht echt sind. Dabei fühlt es sich sehr echt an, wenn ich mit meinen Freunden gemeinsam Overwatch zocke und mich dabei mit ihnen unterhalte. Ich fühle mich ihnen näher, ich strenge mich körperlich an, und so weiter.

Andererseits ist diese gedankliche Trennung auch gefährlich. Wenn beispielsweise Leute überrascht tun, dass „Cyber“-Attacken auch „in der echten Welt“ Schaden anrichten und einfach mal eine Industrie-Anlage lahmlegen.

Wir brauchen also einen neuen Begriff.

In der PirateBay-Doku wird (an dieser Stelle) „away from keyboard“ diskutiert. Das passt einerseits, ist andererseits nicht nachhaltig. Denn das wichtigste Gerät für die Interaktion mit dem Internet wird schon heute nicht mehr mit einem Keyboard bedient.

„Analog“? Ist auch ein DVD-Abend nicht wirklich.

„Haptisch“? Klingt sehr touchy.

„Kohlenstoffwelt“ oder „Meat Space“ als Gegenbegriff zum Cyberspace? Geht vielleicht schon in die richtige Richtung.

Was meinen wir eigentlich genau, wenn wir IRL sagen? Und wie sagen wir das am besten?

Ich bin offen für Vorschläge!

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.

  • Sybille Ebert

    In der echten Welt sind alle Sinne dabei! Und ich kann nicht einfach aussteigen.