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Feuertaufe für die Wii U: Nintendo Land im Dauertest

Falk Ebert  2. Januar 2013  5 Kommentare  5 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Nintendo Land Icons

Wii Sports lieferte den perfekten Start für die erste Wii – in Sachen Bewegungssteuerung lange Zeit ungeschlagen. Von Nintendo Land erwarten Besitzer einer Wii U nicht weniger. Doch kann die Minispielesammlung liefern?

Kurz gesagt: Nintendo Land liefert. Es ist nicht perfekt, aber verdammt nahe dran. Voraussetzung ist jedoch, dass man nicht alleine spielt. Man nehme…

  • fünf Freunde
  • vier Wiimotes mit Motion Plus
  • vier Nunchucks

Denn dann kann man das Potential von Nintendo Land richtig ausnutzen. Egal ob im Party-Modus, gegeneinander oder kooperativ (Pikmin, Metroid Blast, Zelda). Mindestens sollte man aber zu dritt sein und zwei zusätzliche normale Wiimotes haben, um das Spiel richtig erleben zu können. Denn dann zündet der Party-Modus auch richtig.

Nicht perfekt habe ich gesagt? Okay, kurz zur Fairness die negativen Punkte:

  • Der Erklär-Bär im Spiel, ein fliegender Monitor, ist eine Kreuzung aus Navi von Zelda und der Büroklammer aus Office. Ja, genauso nervig.
  • Wer ein sportliches Ganzkörperworkout à la Wii Sports erwartet, wird enttäuscht. Die Spiele sind eher laid-back.
  • Vier der zwölf Minispiele werden am Gamepad (im Muliplayer nacheinander) gespielt. Die anderen rocken mehr.

Und mehr hab ich wirklich nicht zu nörgeln. Jetzt die Spiele.

Hier sind alle Minispiele im Überblick

The Legend of Zelda: Battle Quest

The Legend of Zelda: Battle Quest

Wie man es spielt: Einer schießt mit dem Gamepad Pfeile durch Zielen in der Luft, die anderen nehmen die WiiMote als Schwerter. Alle laufen automatisch vorwärts.

Was man dabei schreit: „Bogenschütze!! Shield!“ „Erster down… Zweiter down… wartet auf mich!“

Wie viel Spaß es macht: Unendlich viel. Nur gut eingespielte Teams können die ziemlich umfangreich und schön gestaltete Kampagne durchspielen. Und immer dabei ist das Zelda-Feeling.

Pikmin Adventure

Pikmin Adventure

Wie man es spielt: Der Gamepad-Spieler wirft Pikmins mit dem Touchscreen und läuft mit einem Stick. Die anderen laufen rum und hauen überall drauf. Kooperativ ist es süß, kompetitiv crazy.

Was man dabei schreit: „Draufhauen!!“ „Wo??“ „Egal! Wir liegen hinten!“

Wie viel Spaß es macht: Ziemlich viel, auch wenn es nicht besonders viel Spieltiefe besitzt. Tolle Grafik!

Metroid Blast

Metroid

Wie man es spielt: Klassische Wii-Egoshooter-Steuerung, das Gamepad gibt Luftunterstützung. Nicht einfach, aber geil.

Was man dabei schreit: „Zurück, ich schieß eine Rakete rein“ „Häng dich an mich dran!“ „Verdammt, ich bin getroffen!!“

Wie viel Spaß es macht: Kooperativ ist es sehr gut. Gegeneinander fantastisch. In einer Liga mit Mario Kart 64.

Mario Chase

Mario Chase

Wie man es spielt: Der Gamepad-Spieler hat ein Radar und rennt weg. Die anderen versuchen, ihn zu fangen.

Was man dabei schreit: „Hier!! Gelber Bereich, Mitte!! Rennt in Richtung Rot!!“

Wie viel Spaß es macht: Mindestens so viel wie „Fangen“ damals auf dem Pausenhof. Nur, dass man das damals nicht als Trinkspiel spielen konnte.

Luigi’s Ghost Mansion

Luigi's Ghost Mansion

Wie man es spielt: Der Geist sieht auf dem Gamepad alle Geisterjäger, die sehen ihn auf dem TV nicht. Und die Taschenlampen gehen schneller aus als im Slendergame.

Was man dabei schreit: „Muahahahahahaha… Hab dich!!“

Wie viel Spaß es macht: Für den Geist jede Menge. Unbändige, diebische Freude! Für die anderen kann es frustrierend werden, weil der Geist sehr schwer zu besiegen ist.

Animal Crossing: Sweet Day

Animal Crossing: Sweet Day

Wie man es spielt: Alle rennen weg und sammeln Früchte, der Gamepad-Spieler steuert zwei Wächter. Mit jedem Control-Stick einen.

Was man dabei schreit: „Aaaaah, er verfolgt mich! Muss… Ballast… abwerfen!“

Wie viel Spaß es macht: Sehr viel. Die zwei Wachen zu steuern geht einfach und die anderen Spieler müssen gut zusammenarbeiten.

Die Einzelspieler-Games

Diese Spiele spielt man ausschließlich am Gamepad. Da jede Wii U nur ein Gamepad ansteuern kann, bedeutet das im Multiplayer: Pad weitergeben.

Im Multiplayer spielen immer nur zwei Spieler gegeneinander, während die anderen auf den Gewinner tippen. Das ist oft lustiger als das eigentliche Spiel. Im Singleplayer haben mich die Spiele erst dann packen können, als meine kleine Schwester anfing, meine High Scores zu schlagen…

Generell reicht der Spaß-Grad dieser Spiele von „meh“ bis „yeah“. Bei manchen hat man das Gefühl, bestimmte Controller-Features mussten in letzter Minute noch in Spiele gepackt werden (Donkey Kong, Captain Falcon), andere fühlen sich beim Zocken richtig gut an (Yoshi, Ninja).

Yoshi’s Fruit Cart

Yoshi's Fruit Cart

Früchte per Linienzug auf dem Touch-Screen einsammeln, die nur auf dem TV-Bildschirm zu sehen sind.

Octopus Dance

Octopus Dance

Mit den beiden Sticks und durch Kippen des Gamepads im Takt tanzen.

Donkey Kong’s Crash Course

Donkey Kong's Crash Course

Durch Kippen das Gamepads und anderen Kram durch einen 2D-Parcours navigieren.

Takamaru’s Ninja Castle

Takamaru's Ninja Castle

Wurfsterne auf Ninjas schleudern. Mit coolen Spezialangriffen.

Captain Falcon’s Twister Race

Captain Falcon's Twister Race

Mit dem Gamepad durch die Strecke lenken und nur in Tunneln auf den TV schauen.

Balloon Trip Breeze

Balloon Trip Breeze

Durch Wischen auf dem Touchscreen den Protagonisten vorwärts pusten.

Fazit

Im Singleplayer ist Nintendo Land eine Demo der unzähligen Möglichkeiten, die das Gamepad bietet. Die müssen nicht nur Spieler, sondern auch Entwickler erst mal verarbeiten. Ist okay, aber kein Pflicht-Kauf.

Im Multiplayer ist Nintendo Land Pflicht. Was Nintendo-Fans bislang mit Mario Kart 64, Golden Eye, Smash Brothers oder Wii Sports erleben durften, gibt es hier in einer neuen Dimension: Multiplayer-Spaß pur. Und die kooperativen Spiele bieten ein kooperatives Erlebnis zu fünft. Das kann keine andere Konsole.

Das Spiel gibt es für rund 50 Euro bei Amazon.

Und bei uns gibt es morgen ein Fazit zur Wii U. Bis dahin dürft ihr gerne Fragen in den comments posten!

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert hilft als Senior Strategy Consultant großen und kleinen Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, die Musik, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.