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Alles über Memes

Falk Ebert  28. Mai 2012  5 Kommentare  2 Minuten zu lesen  Internet und Social Web

Spannend, aber kaum erforscht oder beschrieben: Das Thema Memes. Bei uns jetzt eine vierteilige Serie dazu.

Was sind Memes?

Eine Meme (deutsch im Singular auch „Mem“) ist laut Oxford Dictionary:

An element of a culture that may be considered to be passed on by non-genetic means, esp. imitation.

Also eine Gedankeneinheit, ein Handlungsmuster, ein „Stück Kultur“, dass von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Vieles am Konzept der Memetik erinnert an die Genetik und doch ist die Analogie nicht perfekt.

Der Begriff wurde 1976  von dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins vorgestellt und wurde seitdem zögerlich weiterentwickelt. Wenn ihr das Thema genau verstehen wollt, solltet ihr unbedingt dieses Buch von Susan Blackmore lesen! Sie bietet die beste Grundlage, um das Konzept der Memes zu begreifen und liefert dazu noch zahlreiche spannende Beispiele.

Das beste Buch über Memes.

Ein prominentes Beispiel für Memes ist zum Beispiel das Singen von „Happy Birthday“. Aber auch so etwas wie „Gesundheit sagen“ ist ein Meme in Reinform. Du bekommst es irgendwo mit – du tust es selbst.

Die wohl mächtigsten Meme-Gebilde der Welt sind ohne Zweifel missionierende Religionen wie das Christentum, wie in oben erwähntem Buch im Kapitel „Religions as memeplexes“ eindrucksvoll dargelegt wird.

Aber diese Internet-Memes…

Im landläufigen Gebrauch meint Meme aber nicht unbedingt das Meme von Dawkings und Blackmore. Sondern eher sowas:

Beispiele für Memes: Der SAP, bitch please, forever alone, nyan cat, eine compilation und ein demotivational poster

Und die Bezeichunung ist kein Zufall: Die Internet-Memes (Wikipedia: Internet-Phänomene) sind eine Teilmenge, spezielle Memes, quasi. Und außerdem sind sie gutes Lehrmaterial um Memetik zu studieren.

Sind Memes eine wissenschaftliche Theorie?

Wenn man Susan Blackmore fragt, ist die Sache klar:

My aim in this book is to show that many aspects of human nature are explained far better by a theory of memetics than by any rival theory yet available.

Und doch wird hier noch diskutiert. Manche sehen die Memetik als „soft science“, andere sprechen vorsichtig von einem „explanatory framework“. Sicher ist: Die Memetik ist ein starkes Meme.

Und wie geht es jetzt weiter?

Ihr könnt euch Grundlagen erarbeiten und ein wenig bei knowyourmeme und quickmeme Internet-Memes studieren. Die nächsten drei Artikel zum Thema auf dem Gefahrgut Blog werden sein:

  • Ein genauerer Blick auf die Evolution von Internet-Memes
  • Erste Gedanken zum Thema Meme-Marketing
  • Meine persönlichen Lieblings-Memes
Außer, ihr wünscht euch einen anderen Fokus in den comments.

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Falk Ebert 

Falk Ebert

Falk Ebert hilft Firmen, die Vorteile der Digitalisierung für ihr business zu nutzen. Neben dem Technologie-Optimismus ist er getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft, das Reisen in neue Länder und das Lernen von neuen Sprachen.