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Die lustige, kleine Community von bank20@financialsandcredit.com

Falk Ebert  19. April 2012  6 Kommentare  3 Minuten zu lesen  Internet / Socialweb allgemein

SPAM

Alles begann Anfang der Woche mit einer harmlosen Spam-Mail:

I am Ms Katie Meier Johnson, chief exective officer of a medium-sized company. I have a proposal to discuss with you…

Harmlos? Mitnichten. Denn leider war die Mail so konzipiert, dass die Angeschriebenen per Reply an alle Empfänger antworten konnten.

Eine Mailingliste eben.

Was so geschrieben wird

Und von diesen Antworten habe ich inzwischen ungefähr dreihundert bekommen. Darunter verwirrte Digital Immigrants…

Warum diese Anfrage an mich kommt, ist mir aber völlig schleierhaft – ich hab eine ganz andere Email-Adresse als die beiden Absender hier.

…Menschen, die noch an das Gute im Spambot glauben…

Okay, ich bin ja wirklich geduldig, aber da ich jetzt von immer mehr dieser Liste auch einzeln Emails (außerhalb des nervigen Verteilers) bekomme, bin ich leider gezwungen doch zu antworten (auch wenn das für euch alle eine Email mehr bedeutet, die ihr Löschen müsst):

Ich möchte keine Werbung von euch erhalten, ich bin nicht an euren Vorstellungsrunden interessiert, ich möchte keine Newsletter abonnieren, ich möchte insgesamt keine Mails von euch erhalten.

…Zeitgenossen, die Probleme vorzugsweise mit dem Anwalt klären möchten…

Sollte ich noch einmal von Ihnen per e-mail belästigt werden werde ich eine Anzeige erstatten.

…Spaßvögel…

Bitte melden Sie sich bei der Bank, dort liegt Geld für Sie abholbereit.

…und schließlich die ersten Kleinunternehmer, welche den Verteiler als kostenlose Werbefläche entdeckt haben.

Wer gute Texte braucht…egal ob für Homepage, Werbung, Flyer – der sollte mich kontaktieren:

[Website entfernt]

Wir, zwei erfahrene Rundfunkjournalisten, erledigen auch gerne Ihre Pressearbeit und Social-Networking ! Einfach per eMail oder Telefonisch melden !

Alle natürlich mit echter Mail- und Postadresse sowie Telefonnummer. Aber dann “Datenkrake Google” schreien.

Was man dagegen tun kann

Als eben noch eine Psychotherapeuthin aus Österreich ihre Dienste über den Verteiler angeboten hat, wusste ich: Die Sache ist ernst.

Und die bisherige Berichterstattung dazu beschränkt sich neben Häme auf  “Antworte nie auf Spam” und “Wer die lästigen E-Mails mit Humor nimmt, spart sich viel Ärger“. Damit ist den Betroffenen aber wenig geholfen. Denn:

  1. Vermutlich werden erst mal keine Adressen aus dem Verteiler gelöscht. Auch nicht mit Schimpfen, Anwaltsdrohungen und bösen Betreffzeilen.
  2. Die Mails werden nicht aufhören, auch wenn wir alle per Mail schreiben, die anderen mögen doch bitte aufhören.

Stattdessen sollten Betroffene sich einfach einen Filter bauen, der die Mails automatisch in einen Spam-Ordner verschiebt oder gleich löscht. (An dieser Stelle wird es jetzt vermutlich langweilig für unsere Stamm-Leser.) So ein Filter lässt sich an zwei Stellen ansetzen. In dem Client, mit dem ihr eure Mails abruft (z.B. Outlook, Thunderbird oder das Mail-Programm beim Mac) oder bei eurem Provider (z.B. GMX, Web.de, Google Mail oder was auch immer hinter dem @ steht).

Wenn ihr nicht wisst wie das geht, schaut in der Hilfe nach. Die Regel sollte aus zwei Teilen bestehen.

Erstens: Alle Mails an (die Mailingliste) bank20@financialsandcredit.com sollen betroffen sein.

Zweitens: Diese Mails sollen alle gelöscht oder verschoben werden.

Bei Outlook (Beispiel für einen Client) sieht das z.B. so aus:

Filter mit Outlook bauen

Im Strato Communicator (Provider) kann man es so einstellen:

Filter erstellen bei Strato

Egal, was ihr nutzt. Baut euch einen Filter und gut ist. Und wenn ihr keine Anleitung findet, fragt den Nerd eures Vertrauens!

Und allen, die diesen Ratschlag nicht befolgen – viel Spaß mit den folgenden Mails der bank20-Community! Das wird mal größer als Facebook.

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Falk Ebert

Falk Ebert

Falk Ebert ist Senior Strategy Consultant bei Scholz & Friends one:zero. Er hilft Unternehmen die Chancen der Digitalisierung optimal für ihr Business zu nutzen – von kleinen NGOs bis hin zu internationalen Marken wie Siemens, Opel und Vodafone.

  • Maria Maier

    …es wird leider noch unangenehmer – es wurde dieser Link angeboten, um
    vom Verteiler gelöscht zu werden: http://goo.gl/5Ptlm. Dieser Link ist aber nicht aktiv – ich vermute, dass das eine ziemlich bösartige Finte des Spammers ist, möglichst viele verifizierte Adressen zu erhalten…

    • http://www.falkebert.de Falk Ebert

      Ich vermute einen Trittbrettfahrer-Spammer. Zum Glück ist der Shortlink ja jetzt bei Google deaktiviert. :)

  • Moritzdiedenhofen@googlemail.com

    “…und schließlich die ersten Kleinunternehmer, welche den Verteiler als kostenlose Werbefläche entdeckt haben.”

    Hab mich kaputt gelacht :-)

  • Moritz

    Mist, hoffe ich bekomm jetzt nicht haufenweise Spam ;-)

  • Maria Maier

    …die Trittbrettfahrer haben jetzt die Möglichkeit entdeckt über die Mailingliste Newsletter zu bestellen – und ich fürchte fast, dass es zumindest einen Dummen geben wird, der die Bestätigung anklickt…na dann – haben alle auf der Liste viel zu lesen…

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