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Geld im Internet verdienen – die erste vollständige und wirklich ehrliche Übersicht

Falk Ebert  26. März 2012  3 Kommentare  4 Minuten zu lesen  Internet / Socialweb allgemein, Werbung mit und im Internet

Geld

Es wird so viel hanebüchener Schwachsinn über das Geldverdienen im Internet geschrieben. Deshalb heute mal ein Experiment:

Ich werde alle Möglichkeiten des Geldverdienens im Internet vorstellen und kurz bewerten. Nur eine Sache vorweg, zweitausend Euro im Monat nebenher, das verspreche ich euch nicht.

1. Affiliate Links

Affiliate-Programme funktionieren so: Wenn jemand nach Klick auf deinen Link etwas kauft, bekommst du eine Provision. Beim Amazon PartnerNet sind das zum Beispiel faire fünf bis zehn Prozent. Anmelden ist für Besitzer einer eigenen Website in zehn Minuten gemacht.

Da auch wir hier zu Versuchszwecken mit Affiliate-Links gespielt haben, können wir sagen: Man braucht verdammt viel Traffic, damit sich das lohnt. Selbst für manche AAA-Blogs sind Affiliate Links eher “nice to have”. Anders sieht es natürlich aus, wenn man eine Community hochzieht, die thematisch passt. Affiliate Links könnten eine zentrale Rolle in der Monetarisierungs-Strategie von Pinterest spielen.

2. Werbung

Der Klassiker der Monetarisierung. Geld gibt es in der Regel pro Klick oder 1000 impressions. Weil nicht jeder seine Werbefläche selbst vermarkten will, gibt es Angebote wie Google AdSense. Da ist ein Klick etwa 20 Cent wert. Ein anderer Vermarkter für Werbeflächen wäre z.B. Mirando.

Wer seine Seele, respektive seinen Content-Bereich, verkaufen möchte, kann auch für Anbieter wie Trivago bezahlte Blogartikel schreiben. Natürlich sind die entsprechend gekennzeichnet. Das bringt laut Anbieter zwischen zehn und 150 Euro pro Artikel.

3. Digitale Güter verkaufen

Das Internet ist der perfekte Markt für digitale Güter. Beispiele gefällig? Gerne: Mit Gumroad lässt sich alles verkaufen, was man auch verlinken kann. VibeDeck ermöglicht Musikern ihre Musik auf allen einschlägigen Plattformen zu vertreiben – ohne Abzüge. Apple arbeitet gerade an einer kinderleichten Lösung zum Erstellen und Verkaufen von eBooks. Und YouTube hat ein Partnerprogramm mit dem ein paar Teenager eine Menge Kohle machen.

Der Erfolg steht und fällt hier natürlich mit dem Produkt. Wer etwas verkaufen möchte, was weder eine Angebotslücke trifft, noch viral abgeht, hat in der Vermarktung echte Probleme.

4. Physische Güter verkaufen

Ist Haptik vonnöten? Diverse Produkte lassen sich online vertreiben, ohne dass man sie selbst herstellen muss. Bei Spreadshirt kann jeder Shirts verkaufen. Amazon bietet kleinen Verlagen ein Programm, bei dem Bücher nach Bedarf gedruckt werden. Und wer tatsächlich etwas selbst bastelt, findet bei etsy, dawanda, eBay und Co einen leichten Vertriebsweg. Falls es kein Basteln, sondern eine echte Produktentwicklung mit Investitionskosten ist, darf jeder sein Glück bei Kickstarter versuchen.

Auch ein eigener Webshop als Partnershop eines großen Dienstleisters ist möglich. Damit habe ich jedoch keine Erfahrung.

Sicher ist: Das Internet hat es so einfach wie nie zuvor gemacht, sein eigenes Produkt zu finanzieren und zu vermarkten. Erfinden muss man es aber noch selbst.

5. Dienstleistungen verkaufen

“Webworker” nennt man die Menschen, die ihre Kunden nie persönlich sehen. Kontaktaufnahme per Skype und Mail, Daten per FTP oder Dropbox. Auch ich habe schon so gearbeitet. Hat Vor- und Nachteile.

Am einen Ende der lohnt-sich-Skala stehen fähige Programmierer, am anderen Ende steht fiverr. Hatte ich schon Codecademy erwähnt?

6. Illegale und illegitime Methoden

If everyone fails… solche Methoden gibt es natürlich auch zur Genüge. Man könnte z.B. ein eBook mit Punkt eins bis fünf für teures Geld verkaufen. Oder mathematisch untalentierten Menschen eine Roulette-Strategie vormachen und dann per Affiliate-Link des Casinos verdienen. Oder mit Hilfe einer viralen Geburtstags-Kalender-App Adressen auf Facebook sammeln und verkaufen. Oder Zero Day Exploits auf dem Schwarzmarkt anbieten. Oder. Oder. Oder.

Fazit

Am Ende des Tages überrascht es nicht, dass legales Geldverdienen im Internet nicht ganz einfach ist. Würde sonst noch jemand den Müll abholen? Ich denke nicht.

Was ich aber hoffentlich auch klar gemacht habe: Wer eine clevere Idee hat, kann sein Glück noch heute versuchen – oft ohne finanziellen Aufwand. Tut es! Falls jemand nach Lesen dieses Artikels Milliardär wird, möchte ich übrigens ein Prozent…

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Falk Ebert

 

Falk Ebert

Falk Ebert ist Senior Strategy Consultant bei Scholz & Friends one:zero. Er hilft Unternehmen die Chancen der Digitalisierung optimal für ihr Business zu nutzen – von kleinen NGOs bis hin zu internationalen Marken wie Siemens, Opel und Vodafone.

  • http://www.geld-über-internet-verdienen.de/ Roksan

    Sie haben einen interessanten Blog. Ihnen viel Erfolg.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roksan

  • http://rebeccablackonline.com/ rebecca

    friday friday gettin down on friday!

  • Pingback: Einhundert Dinge, die du online tun kannst. « Gefahrgut()